27.10.2012, 13:34 Uhr | FUSSBALL.DE
Luuk de Jong liegt nach dem Zusammenprall mit Joey Barton verletzt am Boden. (Quelle: imago)
Bittere Kunde für Borussia Mönchengladbach: Millioneneinkauf Luuk de Jong hat sich beim 2:0-Erfolg gegen Olympique Marseille in der Europa League verletzt. Die Wunde, die sich der niederländische Nationalstürmer beim Zusammenprall mit Gegenspieler Joey Barton am Knie zugezogen hatte, ist schwerwiegender als bisher angenommen. Wie der Klub auf seiner Homepage vermeldet, laboriert der zwölf Millionen Euro teure Neuzugang an einer offenen Kapselverletzung mit Knochenödem und wird den Borussen etwa sechs Wochen fehlen.
Borussias Mannschaftsarzt Dr. Stefan Porten hat de Jong bereits operiert. Der Angreifer, der im Sommer von Twente Enschede zu den Fohlen gewechselt war, kam bisher für seinen neuen Klub in zwölf Pflichtspielen auf drei Treffer und einen Assist.
Sein Ausfall ist auch ein schwerer Schlag für Gladbachs Trainer Lucien Favre, der damit auf seinen Sturmführer verzichten muss. Als Ersatz stehen Mike Hanke, Peniel Mlapa oder Igor de Camargo bereit. Konstante Leistungen kann in dieser Saison allerdings noch keiner von ihnen vorweisen.
Besonders bitter ist es für Gladbach, dass ausgerechnet Barton - wenn auch unabsichtlich - für die Verletzung von de Jong sorgte. Denn der englische Ex-Nationalspieler sitzt in der Liga noch eine Sperre aus der Vorsaison ab, darf nur in der Europa League ran. Der 30-Jährige gilt als "Enfant terrible" des englischen Fußballs. Erst diese Woche machte er seinem Ruf alle Ehre und forderte Gordon Taylor, den Boss der englischen Spielergewerkschaft, zum Rücktritt auf. "Taylor ist wie ein fetter, alter König. Zu volltrunken von Macht oder Wein um zu bemerken, dass sein Essen ein verrottender Kadaver voller Maden ist. Zeit zu gehen, GT!“, twitterte Barton.
Die Chronik seiner Skandale ist ohnehin lang. So hat er einmal auf einer Weihnachtsfeier seines Ex-Klubs Manchester City Streit mit einem Jugendspieler bekommen. Barton drückt dem damals 18-Jährigen eine Zigarre im Auge aus. Im November 2004 zettelte er bei einem Freundschaftsspiel eine Massenkeilerei an, die über zehn Minuten dauerte. Diverse Prügeleien, die Attacke auf einen Taxifahrer, die ihn vor Gericht brachte, und diverse Alkohol-Eskapaden stehen auch auf seiner Liste.
De Jong wird es wenig trösten, dass keine Absicht von Seiten Bartons beim Zusammenstoß vorlag. Mit der veranschlagten Pause und einem normalen Heilungsverlauf wird der 22-Jährige frühestens beim letzten Heimspiel der Hinrunde gegen den FSV Mainz am 9. Dezember wieder in das Geschehen eingreifen können.
Quelle: FUSSBALL.DE
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