06.12.2011, 17:50 Uhr
Forciert seinen Abschied aus Bremen: Claudio Pizarro. (Quelle: imago)
Verliert Werder Bremen schon in der Winterpause seine Lebensversicherung im Kampf um die internationalen Plätze in der Bundesliga? Claudio Pizarro jedenfalls treibt seine Zukunftspläne aktiv voran und hat gegenüber "Welt Online" bestätigt, über einen vorzeitigen Abschied aus der Hansestadt nachzudenken. "Ja, ich habe Interesse daran, Werder zu verlassen", sagte Pizarro. "Ich bin für alles offen." Mit Inter Mailand soll bereits ein Interessent angeklopft haben.
Davon allerdings will der Peruaner nichts wissen. "Ich weiß nichts von dem Interesse Inter Mailands an meiner Person. Ich habe nie davon gehört", wird der Stürmer in einer Erklärung des Vereins zitiert. Was seiner Aussage, an einem vorzeitigen Wechsel interessiert zu sein, allerdings nicht widerspricht. Dennoch hat der Verein ein verständliches Interesse, das Thema so klein wie möglich zu halten. "Ich kann ausschließen, dass Claudio in der Winterpause wechseln wird", sagte daher auch Werder-Boss Klaus Allofs wenig überraschend.
Dennoch wäre das Transferfenster im Winter die letzte Möglichkeit für die stets wirtschaftliche denkenden Bremer, noch einmal eine Ablösesumme für den Torjäger zu erzielen. Denn Pizarros Vertrag läuft im Sommer 2012 aus, eine Verlängerung des Kontraktes scheint bereits in weite Ferne gerückt. Und Allofs weiß, dass Pizarro nur schwer zu halten wäre, sollte er tatsächlich auf einen vorzeitigen Wechsel drängen. Der 33-Jährige, der in dieser Saison bereits elf Tore erzielt hat, gilt als verdientester Spieler im Kader der Werderaner und hätte im - sportlich höchst erfolgreichen - Herbst seiner Karriere alle Argumente auf seiner Seite, auf einen Transfer zu drängen, um seinen letzten großen Vertrag bei einem so zahlungskräftigen Verein wie Inter Mailand zu unterzeichnen.
"Ich habe immer gesagt, dass ich nachdenke und meine Situation hier genau analysiere", erklärte Pizarro hinsichtlich der Frage, welche Kriterien in den bevorstehenden Vertragsverhandlungen von Bedeutung sein werden. Finanziell, das gilt als sicher, werden die nicht gerade auf Rosen gebetteten Bremer den Angeboten internationaler Spitzenklubs nicht standhalten können. So bleibt Allofs im Poker mit dem Top-Torjäger einzig Pizarros Verbundenheit zu Werder. Und das Machtwort, ihn zumindest bis Saisonende nicht gehen zu lassen mit dem Wissen, dass der Peruaner zwar noch viele Tore schießen, dann aber ohne Ablöse den Verein verlassen würde.
Quelle: FUSSBALL.DE
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