15.02.2012, 19:14 Uhr
Gut gemacht: Philipp Lahm nimmt seinen Teamkameraden Arjen Robben in Schutz. (Quelle: imago)
Erst Thomas Müller, jetzt Philipp Lahm: Auch der Kapitän des FC Bayern München hat sich in der Egoismus-Debatte um Arjen Robben auf die Seite des Niederländers gestellt. "Man kann es so stehen lassen, dass Arjen ein Egoist ist, aber er wird immer alles für die Mannschaft geben. Das hat er in der Vergangenheit bewiesen - und das wird er in Zukunft auch tun. So wie in den letzten Spielen, als er von der Bank kam und alles für die Mannschaft gegeben hat", sagte Lahm zu "Sport1.de".
"Wir haben vor zwei Jahren sehr von Robben profitiert, wie egoistisch er da teilweise war. Er hatte entscheidende Aktionen und hat dafür gesorgt, dass wir ins Champions-League-Finale eingezogen sind", sagte Lahm. Zuvor hatte schon Teamkamerad Müller den Niederländer in Schutz genommen.
Auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge verteidigte den Niederländer und kritisierte im Gegenzug Franz Beckenbauer. "Als ich die Egoismus-Diskussion um Robben gesehen habe, dachte ich mir: 'Hoffentlich spielt er bald wieder so egoistisch wie früher'", sagte Rummenigge. Für seinen Geschmack habe der Nationalspieler "zuletzt fast zu mannschaftsdienlich gespielt."
"Die Diskussion hat negative Spuren an ihm hinterlassen. Oft hat er fast krampfhaft versucht, den Ball abzulegen, um das Image loszuwerden", sagte der Bayern-Boss. Zudem machte Rummenigge erneut deutlich, dass die Bayern den 2013 auslaufenden Vertrag mit dem 28 Jahre alten Mittelfeldspieler verlängern wollen: "Wir sind total von Arjen überzeugt, auch wenn er mal auf der Bank sitzt. Er ist ein Superstar."
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Franz Beckenbauer dagegen hatte Robben hart kritisiert und der Debatte um den Niederländer eine neue Dimension gegeben. "Die Anerkennung hat er teilweise verspielt. Er ist ein Egoist wie viele andere auch", hatte der Kaiser gesagt und angefügt: "Allein die Reaktion, wenn er mal eine gute Szene hat oder ein Tor schießt: Er rennt nicht zu dem, der ihm die Vorlage gegeben hat, wie das höflichkeitshalber normalerweise der Fall sein sollte, sondern zu seinen Familienmitgliedern auf die Tribüne und grüßt die und so weiter."
Quelle: FUSSBALL.DE
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