10.12.2011, 17:29 Uhr
Der Hoffenheimer Firmino gewinnt das Kopfballduell gegen Christian Eigler. (Quelle: dapd)
In einer hart geführten Partie mit vielen Fouls und zwei Platzverweisen hat sich die TSG 1899 Hoffenheim mit 2:0 (1:0) beim 1. FC Nürnberg durchgesetzt und die Franken noch tiefer in die Krise geschossen. Mann des Spiels war Vedad Ibisevic, der die Partie mit zwei Treffern (39. Minute, 56.) fast im Alleingang entschied. Nürnberg spielte mehr als eine Halbzeit in Unterzahl. Außenverteidiger Timothy Chandler hatte bereits in der 43. Minute die Rote Karte gesehen. Hoffenheims Marvin Compper sah in der Nachspielzeit wegen einer Notbremse Rot. Damit ist Nürnberg das erfolgloseste Team der vergangenen Spieltage. Der Club holte nur fünf Punkte aus letzten zehn Partien.
Nachdem Hoffenheim mit fünf Auswärtsniederlagen in Serie zuletzt den Vereins-Negativrekord eingestellt hatte, traten die Kraichgauer in Nürnberg vor rund 35.000 Zuschauern zunächst als spielbestimmende Mannschaft auf. Doch vor dem Strafraum scheiterten die Bemühungen des Teams von Trainer Holger Stanislawski meist. Das Flügelspiel lahmte und die Pässe in die Spitze gingen ins Leere. Einzig der für Daniel Williams in die Mannschaft gerückte Sebastian Rudy sorgte gelegentlich mit überraschenden Zuspielen für Gefahr.
Die erste Chance in der von beiden Mannschaften nervös geführten Partie hatten allerdings die Franken. So klärte Andreas Beck einen Kopfball von Alexander Esswein in letzter Not zur Ecke (16.). Kurz darauf hätte Ibisevic beinahe die Führung erzielt, doch der Stürmer zielte knapp neben den Kasten von Raphael Schäfer. Erst jetzt entwickelte sich ein Spiel mit mehr Torraumszenen, aber auch vielen Fouls auf beiden Seiten. So hätte Tomas Pekhart in der 24. Minute seinen vierten Saisontreffer erzielen können, köpfte den Ball aber über das Tor.
15 Minuten später machte es Ibisevic besser. Der Bosnier erzielte nach Flanke von Fabian Johnson das erste Kopfballtor der Hoffenheimer in dieser Saison. Ein Treffer, der für wütende Proteste der Nürnberger sorgte - denn vor dem Tor hatte Ibisevic Philipp Wollscheid mit dem Arm am Hals getroffen. Wollscheid blieb liegen, Schiedsrichter Jochen Drees ließ weiterspielen.
Kurz vor dem Ende der ersten Hälfte folgte der nächste Schock für das Team von Dieter Hecking: Der starke Timothy Chandler grätschte an der Seitenlinie mit beiden Beinen voran gegen Sejad Salihovic und sah die Rote Karte. Der erste Plichtspielerfolg gegen Hoffenheim rückte für Nürnberg damit schon zur Halbzeit in weite Ferne.
Nach der Pause startete Hoffenheim erneut druckvoll und kam gleich zu mehreren Chancen durch Johnson und Ibisevic. In der 56. Minute waren es erneut die beiden Offensivspieler, die Hoffenheim jubeln ließen: Johnson war von Rudy in Szene gesetzt worden und passte auf Ibisevic, der aus kurzer Distanz zum 2:0 abstaubte. Die Hoffenheimer hatten in der Folge noch einige Chancen, um auf 3:0 zu erhöhen, scheiterten aber vor dem Nürnberger Tor. Nürnberg hatte dem nur noch wenig entgegenzusetzen und bleibt nach der zweiten Niederlage in Folge im Tabellenkeller. Compper sah in der Nachspielzeit nach einer Notbremse noch Rot.
16. Spieltag | ||||
Hertha BSC | - | FC Schalke 04 | 1:2 | |
SV Werder Bremen | - | VfL Wolfsburg | 4:1 | |
1. FSV Mainz 05 | - | Hamburger SV | 0:0 | |
1. FC Nürnberg | - | TSG 1899 Hoffenheim | 0:2 | |
1. FC Köln | - | SC Freiburg | 4:0 | |
FC Augsburg | - | Borussia Mönchengladbach | 1:0 | |
Hannover 96 | - | Bayer Leverkusen | 0:0 | |
Borussia Dortmund | - | 1. FC Kaiserslautern | 1:1 | |
VfB Stuttgart | - | FC Bayern München | 1:2 | |
Quelle: dapd
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