20.01.2013, 13:36 Uhr | sid
Fans von Eintracht Frankfurt hatten Pyrotechnik in die BayArena geschmuggelt. (Quelle: dpa)
Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat die Ermittlungen gegen Fans von Bundesligist Eintracht Frankfurt aufgenommen. Dies bestätigte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker: "Wir hoffen, dass mit Hilfe der Polizei und Vereine die Täter identifiziert werden können und auch gezielt gegen einzelne Chaoten vorgegangen werden kann." Frankfurter Anhänger hatten durch das Zünden von Bengalos sowie von Silvesterraketen in der ersten Halbzeit des Bundesliga-Spiels bei Bayer Leverkusen für eine sechsminütige Spielunterbrechung gesorgt.
FIFA-Schiedsrichter Wolfgang Stark hatte beide Teams nach einer Viertelstunde Spielzeit beim Stande von 0:0 in die Kabine geschickt. Bayer-Chef Wolfgang Holzhäuser will mögliche Strafzahlungen aufgrund des Zündens von Pyrotechnik an die Anhänger der Hessen weiterleiten.
"Diese Überlegungen stellen wir an. Schließlich wird es sich möglicherweise um einen fünfstelligen Betrag handeln, den wir zahlen müssen", sagte der Sprecher der Geschäftsführung nach dem Spitzenspiel. Bayer als gastgebender Klub wird möglicherweise vom DFB-Sportgericht zur Verantwortung gezogen, weil die Frankfurter Zuschauer die Pyrotechnik bei den Einlasskontrollen am Ordnungsdienst vorbei schmuggeln konnten. Auch die Eintracht muss mit einer Bestrafung durch das DFB-Sportgericht rechnen.
"Es ist extrem deprimierend. Gerade war Ruhe eingekehrt, und jetzt wird die Diskussion durch diese Gruppe, die nichts mit dem Fußball zu tun haben will, wieder belebt. Diese kleine Gruppe will nur provozieren und benutzt den Fußball als exzellente Bühne", kommentierte Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen den Vorfall und kündigte Konsequenzen an. "Es gibt aus meiner Sicht nur eine Lösung - ausgrenzen! Wir müssen diese Problemfans aus dem Stadion entfernen. Wir als Eintracht Frankfurt haben eine Verpflichtung den zahlreichen friedlichen Fans gegenüber", sagte Bruchhagen.
Quelle: sid
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