24.01.2012, 12:08 Uhr
26 Neue, 32 Millionen Euro, 0 Tore: Der Winterschlussverkauf hat sich für die Bundesligisten am ersten Rückrundenspieltag noch nicht ausgezahlt. Die Suche nach dem Retter oder Heilsbringer geht deshalb weiter: Vereine wie der 1. FC Köln oder Hannover 96 suchen neue Stürmer, Werder Bremen, der FSV Mainz 05 und eventuell auch Hertha BSC Berlin fahnden noch nach Innenverteidigern.
Die Statistiken des ersten Spieltages nach Öffnung des Winterbasars sind ernüchternd: Nur die Hälfte der Neuen kam zum Einsatz, über 90 Minuten spielten nur sechs von ihnen. Zehn, darunter allerdings Verletzte wie Nürnbergs Hanno Balitsch, standen gar nicht erst im Kader. Im Fachmagazin "kicker" bekam keiner der Neuen eine bessere Note als 3,0. Gute Ansätze gab es bei Adam Hlousek vom 1. FC Nürnberg, beim Schalker Chinedu Obasi und dem Lauterer Jakub Swierczok zu vermerken.
Auch beim VfL Wolfsburg, wo Power-Shopper Felix Magath für acht Neue rund 30 der bisher 32 ausgegebenen Bundesliga-Millionen locker gemacht hat, gab es einen Lichtblick. Sein jüngster und teuerster Nachrücker: Der 19 Jahre alte Ricardo Rodriguez, für 7,5 Millionen vom Heimatklub FC Zürich gekommen, überzeugte als Linksverteidiger beim 1:0 gegen den 1. FC Köln, hatte auf Anhieb die meisten Ballkontakte, lieferte die meisten Vorlagen zu Torschüssen und schoss die Ecken und Freistöße.
Dass Winterneuzugänge nicht das Allheilmittel sind, haben im Vorjahr - noch getrennt voneinander - aber sowohl Magath als auch der VfL erlebt. Der Trainer kaufte für Schalke 04 im vergangenen Jahr vier Spieler nach, alle wurden im Sommer wieder abgegeben. Von den sechs Profis, die sein Manager-Vorgänger Dieter Hoeneß im vergangenen Winter nach Wolfsburg lotste, hat Magath nur noch für Ja-Cheol Koo Verwendung. Der Südkoreaner ist als Offensivspieler nach 21 Bundesligaspielen aber noch ohne Tor.
Dass sich Winterzugänge aber auch lohnen können, zeigte keine Saison besser als die letzte. Köln, Stuttgart und Borussia Mönchengladbach belegten damals nach der Hinrunde die letzten drei Plätze. Köln landete mit Michael Rensing, Christian Eichner und Slawomir Pezko Volltreffer, Stuttgart mit Tamas Hajnal und Shinji Okazaki, Gladbach mit Mike Hanke, Martin Stranzl und Havard Nordtveit. Alle drei Klubs blieben in der Liga und zeigten sich auch in dieser Hinrunde deutlich gefestigter.
Quelle: sid
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