12.06.2012, 19:19 Uhr | sid
Der Bayern-Profi soll seine eigene Villa angezündet haben. Ihm drohen bis zu 15 Jahre Haft.
Giovane Elber hat seinen Ex-Klub Bayern München für den Umgang mit seinem Landsmann Breno kritisiert. "Breno hat mir nach der Tat gesagt, dass er Angst hatte, dass er nie mehr Fußball spielen kann. Da ist ein Fehler passiert, weil niemand für ihn da war", sagte der frühere Torjäger im Interview mit "stern.de". Der Brasilianer gibt dem FC Bayern "eine Mitschuld" daran, "dass es so weit gekommen ist". Elber, der selbst zwischen 1997 und 2003 für die Münchner gespielt hatte, hatte Breno 2007 in seiner Heimat beobachtet und dem deutschen Rekordmeister empfohlen.
"Alle sagten: Er ist ein guter, braver Junge, der fleißig arbeitet und weiß, wo es lang geht. Und er will groß raus kommen. Ich habe zu den Bayern gesagt: Den müsst ihr kaufen."
Der FC Bayern hatte Breno 2008 vom FC Sao Paulo für zwölf Millionen Euro an die Isar geholt. Elber will selbst beim Auftakt der Gerichtsverhandlung vor der Großen Strafkammer des Landgerichts München I am Mittwoch vor Ort sein.
Breno, der sich wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung verantworten muss, habe dem 39-Jährigen gesagt, dass er nicht wisse, "was an diesem Abend passiert" sei. Breno könne sich erst wieder daran erinnern, dass "die Feuerwehr vor mir stand. Da wusste ich, dass etwas Schlimmes passiert ist." Elber sagte, er glaube ihm diese Version. Dem 22 Jahre alten Spieler droht für den Fall einer Verurteilung eine Haftstrafe von mindestens einem Jahr bis zu maximal 15 Jahren.
Quelle: sid
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