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Der Ex-Außenminister reist in die eigene Vergangenheit

29.06.2012, 23:40 Uhr | dpa, sid

In der Fürther Trolli-Arena: Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, der gebürtige Fürther und frühere US-Außenminister Dr. Henry Kissinger und Fürths Vereinspräsident Helmut Hack (von links). (Quelle: imago)

In der Fürther Trolli-Arena: Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, der gebürtige Fürther und frühere US-Außenminister Dr. Henry Kissinger und Fürths Vereinspräsident Helmut Hack (von links). (Quelle: imago)

Diesen historischen Moment lässt sich Henry Kissinger nicht entgehen. Der gebürtige Fürther und langjährige Außenminister der USA möchte als Augenzeuge dem Fürther Bundesliga-Einstand beiwohnen. Immerhin geht es für den Neuling am 25. August 2012 zum Auftakt der 50. Saison gegen niemand Geringeren als den Rekordmeister aus München. "Ich habe die Absicht, entweder zum ersten oder zumindest zu einem der ersten Spiele zu kommen", sagte das Ehrenmitglied der Kleeblätter bei einem Besuch im Fürther Stadion. Der 89-Jährige erinnert sich noch an seine Besuche bei der SpVgg, bevor er mit seinen Eltern nach Übersee auswanderte: "I used to have a Stehplatz".

Seine Ehefrau Nancy und zum ersten Mal auch Sohn David und seine beiden Enkel Sam und Sophie begleiteten Kissinger in seine Geburtsstadt. Kissinger, der von 1973 bis 1977 US-Außenminister war, ist Ehrenbürger der Stadt und bekennender Fürth-Fan. Bei der Aufstiegsfeier der "Kleeblätter" Ende April ließ er eine Videobotschaft von sich im Stadion einspielen.

Gewachsene Rivalität

Kissinger erhofft sich vom Aufsteiger vor allem, "dass wir Nürnberg schlagen". Der benachbarte Club ist der große Rivale der SpVgg und lieferte sich mit den Fürthern in den 20er Jahren ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Vorherrschaft im deutschen Fußball. Dementsprechend sah damals auch die Besetzung der Nationalmannschaft aus. Das Frankenderby ist mit bislang 254 Begegnungen das am häufigsten ausgetragene Derby in Deutschland.

"I used to have a Stehplatz"

Kissinger, der jüdische Wurzeln hat und deshalb vor 75 Jahren mit seinen Eltern in die Vereinigten Staaten auswandern musste, hat sich die Liebe zur Spielvereinigung bewahrt. "I used to have a Stehplatz", sagte er.

Quelle: dpa, sid

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