08.08.2012, 15:22 Uhr | sid
Kevin Großkreutz feiert mit den Dortmunder Fans die Meisterschaft. (Quelle: imago)
Erneuter Rekord für Borussia Dortmund und Bestmarken bei fast allen Klubs: Gut zwei Wochen vor dem Start in die 50. Bundesliga-Saison haben die 18 Erstligisten 481.715 Dauerkarten verkauft. Die Attraktivität der Liga scheint ungebrochen. Einzig der Abstieg von Publikumsmagneten wie dem 1. FC Kaiserslautern oder dem 1. FC Köln verhinderte eine Allzeit-Bestmarke, die seit der vergangenen Spielzeit bei 483.335 Abos liegt.
Unangefochtene Nummer eins bleibt Titelverteidiger Borussia Dortmund. Der BVB stoppte den Verkauf bei 54.000 Tickets. Kein deutscher Verein hat jemals mehr Dauerkarten an den Mann gebracht. "So etwas haben wir noch nie erlebt", sagte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke. Bis zu 90.000 Tickets hätte der Klub verkaufen können, eine Einnahme von rund 20 Millionen Euro ist der Borussia dank ihrer Fans sicher. Den Verkauf stoppen mussten auch Werder Bremen, der 1. FC Nürnberg, Eintracht Frankfurt, Borussia Mönchengladbach und der Hamburger SV.
Hinter Meister Dortmund folgen wie im Vorjahr Revier-Rivale Schalke 04 (43.935) und Vizemeister Bayern München (39.500). Beide Vereine haben ebenfalls das Kontingent voll ausgereizt. Die Bayern dürfen sich dabei sogar der billigsten Saisonkarte der Liga rühmen: Nur 120 Euro kostet ein Stehplatz-Abo in der Allianz Arena. Zum Vergleich: Im Mainz geht es für Nicht-Mitglieder erst bei 212 Euro los.
Einen Ansturm erlebten auch die drei Aufsteiger Fortuna Düsseldorf (31.000), Eintracht Frankfurt (26.000) und SpVgg Greuther Fürth (13.000). In Düsseldorf campierten sogar Fans vor der Geschäftsstelle. Vergangene Saison zählte die Fortuna noch 16.500 Dauerkarten, nun ist Düsseldorf die Nummer vier in Deutschland. "Dass wir 31.000 Dauerkarten abgesetzt haben, ist sensationell. Damit haben wir nicht gerechnet. Das zeigt die Begeisterung und Euphorie, die rund um Fortuna Düsseldorf herrscht", sagte Vorstandsmitglied Sven Mühlenbeck.
Das Liga-Schlusslicht bildet trotz eines Vereinsrekords Neuling SpVgg Greuther Fürth. Die Franken steigerten ihre Dauerkarten-Zahl von 3.700 auf 13.000. Mehr war aber nicht möglich: Der extra erweiterte Ronhof bietet kommende Saison nur 18.000 Plätze, eine neue Arena soll bis 2014 fertig sein.
Zu der handvoll Klubs mit rückläufigen Zahlen zählt 1899 Hoffenheim, statt 19.000 verkauften die Kraichgauer bislang 16.480 Tickets. Geschäftsführer Jochen A. Rotthaus sieht den Rückgang in der mäßigen vergangenen Saison begründet. "Wir haben einen dringenden Bedarf an Erfolg. Nur vier Heimsiege wie in der vergangenen Saison sind einfach zu wenig", sagte Rotthaus.
Ob die Bundesliga am Ende ihrer Jubiläums-Saison einen Zuschauerrekord aufstellt, ist aber eher fraglich. 44.293 Fans verfolgten im Schnitt die Begegnungen der vergangenen Spielzeit, damit hat Deutschland die bestbesuchte Fußballliga der Welt. Eine neue Bestmarke zum 50. Geburtstag der deutschen Elite-Liga käme da genau richtig.
Die Verkauften Dauerkarten der Bundesligisten im Überblick: | |
Borussia Dortmund | 54.000 (53.500) |
FC Schalke 04 | 43.935 (43.935) |
FC Bayern München | 43.935 (43.935) |
Fortuna Düsseldorf | 31.000 (16.500 / 2. Bundesliga) |
Borussia Mönchengladbach | 30.000 (27.500) |
Hamburger SV | 30.000 (30.000) |
VfB Stuttgart | 29.600 (29.600) |
1. FC Nürnberg | 28.000 (28.000) |
Hannover 96 | 26.500 (23.500) |
Eintracht Frankfurt | 26.000 (22.500 / 2. Bundesliga) |
SV Werder Bremen | 25.000 (25.000) |
FSV Mainz 05 | 21.500 (24.000) |
Bayer Leverkusen | 18.000 (19.500) |
FC Augsburg | 18.000 (17.500) |
VfL Wolfsburg | 17.800 (20.100) |
1899 Hoffenheim | 16.480 (19.000) |
SC Freiburg | 13.400 (13.000) |
SpVgg Greuther Fürth | 13.000 (3700/2. Bundesliga) |
(Stand 8. August 2012 /Vorjahr in Klammern): | |
Quelle: sid
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