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FCS gibt nicht auf - jetzt geht's vor das Bundesgericht

15.12.2011, 21:57 Uhr

Erneuter Rückschlag: Sion-Präsident Christian Constantin (re.) und Trainer Laurent Roussey wollen sich aber nicht unterkriegen lassen.

Erneuter Rückschlag: Sion-Präsident Christian Constantin (re.) und Trainer Laurent Roussey wollen sich aber nicht unterkriegen lassen.

Der FC Sion bleibt in der Europa League außen vor. Der Schweizer Pokalsieger musste vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) die nächste Niederlage gegen die UEFA einstecken. Aufgeben will der Klub mit seinem streitfreudigen Präsident Christian Constantin nicht. Der FCS kündigte schon kurz nach Bekanntwerden des Urteils an, vor das Schweizer Bundesgericht zu ziehen.

Der Sportgerichtshof hatte der UEFA Recht gegeben, dem Verein die Teilnahme an dem Europapokal-Wettbewerb zu verwehren.

Mauschelei in der Playoff-Runde?

Eine provisorische Verfügung des Kantonsgerichts Waadt vom Oktober, den FC Sion in den Europacup zu integrieren, wurde zugleich aufgehoben. Nach Auffassung der UEFA hatte Sion in der Playoff-Runde gegen Celtic Glasgow sechs Spieler ohne Einsatzberechtigung aufgeboten.

Laut CAS-Urteil muss der Schweizer Pokalsieger für zwei Drittel der Gerichtskosten aufkommen, die UEFA für ein Drittel. Ferner soll Sion 40.000 Franken (32.400 Euro) an den europäischen Verband als Entschädigung zahlen.

Die Anhörung der beiden Parteien vor dem CAS hatte am 24. November stattgefunden. Sion-Präsident Christian Constantin hatte danach bereits angekündigt, dass er den Fall vor das Schweizer Bundesgericht bringen wolle, sollte der CAS nicht in seinem Sinne urteilen.

Sion zweifelt an Unabhängigkeit der CAS-Richter

In der Mitteilung auf seiner Homepage zweifelte der Klub die Unabhängigkeit der drei Richter des Sportgerichtshofs - alle aus der Schweiz - an. Der CAS habe "mehrere Normen des nationalen und internationalen Rechts" verletzt. Die UEFA bekam zumindest in den entscheidenden Punkten Recht vor dem CAS und fühlte sich in seiner Haltung bestätigt.

Der Streit zwischen dem FC Sion auf der einen und der UEFA und dem Weltverband FIFA auf der anderen Seite dauert seit Monaten an. Nach Ansicht der beiden Organisationen hatten die Schweizer gegen ein Transferverbot verstoßen.

Die Schweizer hatten sich in der Playoff-Runde zwar gegen die Schotten durchgesetzt, wurden von der UEFA aber nicht für die Gruppenphase zugelassen. Stattdessen rückte Celtic in die Gruppe mit Stade Rennes, Udinese Calcio und Atletico Madrid nach. Die FIFA hatte der UEFA in der Sache den Rücken gestärkt.

Quelle: dpa

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