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Messi und Co. erteilen Bayer eine Lehrstunde

14.02.2012, 22:33 Uhr

Renato Augusto (re.) setzt sich gegen Eric Abidal durch. (Quelle: AP)

Renato Augusto (re.) setzt sich gegen Eric Abidal durch. (Quelle: AP)

Erst fehlte der Mut, dann das Glück und insgesamt die Klasse: Bayer Leverkusen steht gegen die Weltauswahl des FC Barcelona vor dem Aus in der Champions League. Der Bundesligist verlor das Achtelfinal-Hinspiel nach einer enttäuschenden Leistung mit 1:3 (0:1) und muss am 7. März im Camp Nou auf ein Wunder hoffen. Im zweiten Dienstagsspiel gewann Olympique Lyon gegen APOEL Nikosia mit 1:0.

Matchwinner für den Titelverteidiger vor 29.412 Zuschauern in der ausverkauften BayArena war der Chilene Alexis Sanchez mit seinem Doppelschlag in der 41. und 55. Minute, Weltfußballer Lionel Messi setzte mit dem 400. Europapokal-Treffer des FC Barcelona den genialen Schlusspunkt (88. Minute). Beim 1:1 von Michal Kadlec keimte (52.) bei der Mannschaft von Trainer Robin Dutt und den Fans zwar noch einmal Hoffnung auf, doch schließlich wurde die Steigerung der Werkself nach der Pause nicht belohnt.

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Messi leitet die Führung ein

Gegen die massierte Abwehr des Bundesliga-Sechsten musste selbst eine Über-Mannschaft mit vier Weltmeistern im Team Geduld haben. Lionel Messi ließ erst in der 38. Minute zum ersten Mal vor dem Tor seine Klasse aufblitzen. Nach der Pause traf der Weltfußballer nach einem Super-Solo nur den Außenpfosten (72.). Ein Geniestreich des kleinen Argentiniers leitete die Führung ein: Mit dem Außenrist lupfte Messi die Kugel in den Lauf von Sanchez, der allein auf Bernd Leno zulief und Leverkusens Keeper clever tunnelte.

Beim 2:1 setzte sich Sanchez gegen Manuel Friedrich durch und umkurvte Leno noch. Dutt setzte besonderes Vertrauen in den ballsicheren Renato Augusto: Der Brasilianer, erstmals nach seinem Comeback in der Startelf, sollte im Mittelfeld Regie führen. Doch er hatte einen schweren Stand. Bayer agierte gegen die Weltauswahl aus Katalonien wie eine mittelmäßige Bundesliga-Mannschaft. Die einzige nennenswerte Aktion vor der Pause durch Renato Augusto brachte nichts ein (33.).

Kießling und Castro im Pech

Leverkusen kam besser aus der Pause. Belohnt wurde das Aufbäumen mit dem Ausgleich durch Michal Kadlec, der nach einer Flanke des Kroaten Vedran Corluka per Kopf traf. Drei Minuten später war der Titelverteidiger wieder vorn, hatte aber in der 64. Minute großes Glück: Einen Schuss von Gonzalo Castro konnte Victor Valdes gerade noch an den Innenpfosten lenken, einen Kopfball von Stefan Kießling fing er weg (78.).

Bayer wurde mutiger, doch dem Gäste-Team von Erfolgstrainer Josep Guardiola war anzumerken, dass es nach der praktisch vergebenen Meisterschaft alles auf die Trumpfkarte Königsklasse setzen muss. So bot Guardiola mit Messi, Sanchez und Adriano gleich drei Sturmspitzen auf. Das Kurzpassspiel der Ballkünstler und die klare Feldüberlegenheit wirkten auf Dauer zermürbend. Und auch die Statistik sprach Bände: Barcelona hatte vor der Pause 78 Prozent Ballbesitz.

 

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