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Klinik bestätigt: Hirnblutung resultiert aus einem Sturz

19.10.2011, 07:59 Uhr

 (Quelle: dpa)

(Quelle: dpa)

Schlimme Neuigkeiten zum Fall Martin Fenin: Laut Informationen der "Bild" hat sich der Stürmer von Zweitligist FC Energie Cottbus aus einem Hotelfenster gestürzt. Der 24-Jährige sei auf dem Vordach eines Hotels von den Notärzten aufgefunden worden. Dem Polizeibericht zufolge war ein Fenster im zweiten Stock offen, ein Stuhl stand davor. Warum Fenin aus dem Fenster fiel, ist nach wie vor offen. Er selbst kann sich an nichts erinnern. In der Cottbuser Carl-Thiem-Klinik wurde dann die bereits zuvor bekannt gewordene Gehirnblutung als Folge des Sturzes diagnostiziert.

Bei dem Tschechen sei zudem eine hohe Alkohol- und Schlaftabletten-Dosis nachgewiesen worden. Beim Eintreffen der Rettungskräfte habe Fenin blutverschmiert auf dem Vordach eines Hotels gelegen. Erst vor wenigen Tagen offenbarte der Nationalspieler seine Alkoholsucht, Tablettenabhängigkeit und Depressionen.

"Vorübergehende Flucht in Medikamente und Suchtmittel"

"Das Gefühl der Resignation, der Einsamkeit mit Depressionsschüben begleitet mich schon seit mehreren Monaten. Die vorübergehende Flucht in Medikamente und Suchtmittel verschlimmerten diesen Zustand", sagte Fenin in einer Erklärung.

2008 war Fenin, als 20-jähriges Mega-Talent gehandelt, für 3,5 Millionen Euro von Teplice zu Eintracht Frankfurt gewechselt, erzielte bei seinem Debüt drei Tore. Doch die große Fußballer-Karriere blieb ihm verwehrt. Zuletzt drohte ihm der Rauswurf aus dem Nationalteam Tschechiens.

Eintracht-Boss Bruchhagen von Fenins Krankheitsbild überrascht

Schon zu seinen Zeiten in Frankfurt gab es bei dem Single Gerüchte um ein wildes Party-Leben und Alkoholprobleme. 2008 rutschte er mit seinem Audi nachts in einen Graben. Im Sommer wurde er für 200.000 Euro nach Cottbus abgegeben. Frankfurt-Chef Heribert Bruchhagen: "Von psychischer Erkrankung war bei ihm auch im Ansatz nichts zu erkennen." Wenn Fenin sich von den körperlichen Verletzungen erholt hat, will er sich in einer Suchtklinik behandeln lassen.

Fall Fenin weist Parallelen zu Rangnick und Miller auf

Der 24 Jahre alte Stürmer ist nach dem ehemaligen Schalke-Trainer Ralf Rangnick und Torhüter Markus Miller von Hannover 96 der dritte Akteur im deutschen Profifußball innerhalb kurzer Zeit, der psychische Probleme zugibt und sich vom Arbeitgeber freistellen lässt.

Rangnick und Miller hatten erst im vergangenen Monat ihre Leiden öffentlich gemacht und damit für Aufsehen gesorgt. Knapp zwei Jahre nach dem Selbstmord des ehemaligen Nationaltorhüters Robert Enke scheint dies demnach kein Tabu-Thema mehr zu sein.

Quelle: FUSSBALL.DE

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