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Daniel Frahn ist Leipzigs Torgarantie

08.11.2012, 15:29 Uhr | FUSSBALL.DE

Daniel Frahn ist der Torgarantie für RB Leipzig. Nach zehn Partie in Regionalliga Nordost hat schon elf Treffer auf dem Konto. (Quelle: imago)

Daniel Frahn ist der Torgarantie für RB Leipzig. Nach zehn Partie in Regionalliga Nordost hat schon elf Treffer auf dem Konto. (Quelle: imago)

Das Interview führte Jochen Breideband

Die Quote stimmt. 16 Tore in der ersten Saison, 26 in der zweiten. Jetzt sind es schon wieder elf nach zehn Partien. Daniel Frahn trifft und trifft und trifft. Die Torschützenkrone scheint – wie schon in der vergangenen Saison – gebucht für den Kapitän von RB Leipzig. Nur mit dem ersehnten Aufstieg in die 3. Liga hat es bisher nicht geklappt. Das soll sich in dieser Saison ändern. Vor dem Spitzenspiel am Sonntag (ab 13.30 Uhr) beim drittplatzierten 1. FC Magdeburg führen die Leipziger souverän die Tabelle der Regionalliga Nordost an und sind auf dem besten Weg, sich für die Aufstiegsrunde zu qualifizieren.

Das Gefühl, in die 3. Liga aufzusteigen, ist Frahn nicht fremd. Im Sommer 2010 schaffte der ehemalige U 19-Nationalspieler mit dem SV Babelsberg den Sprung aus der Regionalliga. Was mit Babelsberg eine Überraschung war, wäre mit Leipzig ein geplanter Erfolg. Im FUSSBALL.de-Interview mit Jochen Breideband spricht Frahn (25), der bei Turbine Potsdam mit dem Fußballspielen begann, über das Projekt Leipzig, Fan-Anfeindungen und seinen Karrierefehler als Talent bei Energie Cottbus.

FUSSBALL.DE: Herr Frahn, fühlen Sie sich in der Regionalliga nicht ein bisschen unterfordert?
Daniel Frahn: Von Unterforderung zu sprechen, wäre überheblich. Aber natürlich würde ich gerne mal mein Glück in einer höheren Liga probieren.

Bei Energie Cottbus hatten Sie dazu als 18-Jähriger die Möglichkeit.
Ja. Ich habe damals vielleicht eine falsche Entscheidung getroffen und hätte bleiben sollen. Im Nachhinein ist das leicht gesagt. Die Entscheidung war auch meiner Jugend geschuldet. Ich war zu naiv, habe mir als Talent zu viel versprochen und gedacht, ich müsste mehr Aufmerksamkeit bekommen.

Stattdessen…
… hat der Verein komplett verschwitzt, dass mein Vertrag ausläuft. Als ich mich nach dem letzten Training vom Trainer verabschiedet habe, hat er mich groß angeschaut und gefragt, ob er mich nicht zum Start der Vorbereitung wiedersieht. Ich habe verneint und gesagt, dass ich keinen Vertrag mehr habe. Daraufhin hieß es, ich solle schnell in die Geschäftsstelle gehen und meinen Vertrag verlängern. Aber so einfach war das für mich nicht. Das damalige Angebot von Hertha BSC kam mir in dieser Situation entgegen.

Was würden Sie aus heutiger Sicht anders machen?

Heute würde ich frühzeitig einen Verantwortlichen ansprechen und fragen, wie es mit meiner Zukunft aussieht, ob der Verein noch mit mir plant. In Cottbus habe ich das nicht gemacht, diesen Schuh muss ich mir anziehen. Da war auch ein bisschen verletzter Stolz dabei. Später hat sich in Cottbus einiges bewegt, es wurde mehr auf jüngere Spieler gesetzt. Nils Petersen ist das beste Beispiel. Da ist mir schon mal der Gedanke durch den Kopf gegangen, dass auch ich diese Chance hätte kriegen können.

Jetzt haben Sie einen Vertrag bis 2016 bei RB Leipzig. Warum diese ungewöhnlich lange Laufzeit für einen Viertligisten?
Weil ich an die ganze Sache glaube. Dieses Jahr muss es endlich mit dem Aufstieg klappen. Ich glaube, dass auch die 3. Liga noch nicht die Endstation ist. Es freut mich, dass der Klub solches Vertrauen in mich hat und meine Leistung anerkennt.

Was macht das Projekt Leipzig aus?
Ich sehe RB Leipzig nicht als Projekt, sondern als jungen und innovativen Verein. Hier entsteht etwas Neues und Modernes, es werden besondere Strukturen geschaffen. Auf Dauer werden viele junge Spieler glücklich sein, dass so ein Verein im Osten entstanden ist. Darauf kann sich jeder Fußballer, darauf können sich auch die Fans freuen. Es ist schön zu sehen, was in Leipzig möglich ist. Ich stehe voll hinter unserer Sache und diesem Klub.

Im Sommer kamen mit Alexander Zorniger ein neuer Trainer und mit Ralf Rangnick ein neuer Sportdirektor. Was hat sich seitdem verändert?

Zu Ralf Rangnick kann ich wenig sagen. Er arbeitet eng mit unserem Trainer zusammen, agiert aber stark im Hintergrund. Unser Trainer tüftelt extrem im taktischen Bereich, nimmt viele Analysen vor. Das macht sich positiv bemerkbar. Wir haben mehr Geduld, halten auf dem Platz besser die Ordnung. Jeder Spieler hat aus den Fehlern der Vorsaison gelernt, als wir oftmals zu schnell zu viel wollten.

Was passiert, wenn RB Leipzig trotzdem wieder den Aufstieg verpasst?
Erst einmal wollen wir Meister im Nordosten werden und die Aufstiegsspiele erreichen. Über alles weitere denken wir noch nicht nach.

Nach dem Derby gegen Lok Anfang September gab es Fan-Anfeindungen gegen Sie, die Schlagzeilen machten. Wie sehr hat Sie dies beschäftigt?
Ich war überrascht von den Ausmaßen, die ein kritischer Satz von mir ausgelöst hat. Die Anfeindungen waren überzogen, aber mir ist nicht das passiert, was ein Kevin Pezzoni oder Michal Kadlec erlebt haben. Um es klar zu betonen: Ich habe nicht in Angst gelebt oder mich nicht mehr getraut, abends vor die Tür zu gehen. Die ganze Geschichte wurde öffentlich sehr drastisch dargestellt. Insgesamt hat sich die Situation in Leipzig eher zum Positiven gewandelt. Ich muss mir weitaus weniger Sprüche anhören als noch in meinem ersten Jahr, wir bekommen mittlerweile wesentlich mehr Anerkennung und Respekt.

Quelle: FUSSBALL.DE

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