10.02.2012, 10:03 Uhr
Am Donnerstag, 23. bis Samstag, 25. Februar lädt der Deutsche Fußball-Bund über 300 Vereins-/Verbandsvertreter und UEFA-/FIFA-Repräsentanten zum DFB-Amateurfußball-Kongress in Kassel ein. Der Kongress setzt sich mit der Frage auseinander, wie die Zukunft des Vereinsfußballs gestaltet werden kann.
Im Jahr 2003 fand bereits ein DFB-Kongress unter dem Motto "Neue Herausforderungen für den Amateurfußball: Informationen, Ideen, Impulse“ in Barsinghausen (Niedersachsen) statt. Der DFB und die Landesverbände prüften, ob angesichts der sich verändernden Rahmenbedingungen, unter denen der Fußballsport organisiert wird, für den Amateurfußball die richtigen Prioritäten und Ziele gesetzt wurden.
Der diesjährige Kongress "Verein(t) in die Zukunft!“ befasst sich mit den fünf Schwerpunktthemen „Das Image des Amateurfußballs“, "Die Zukunft des Ehrenamtes“, "Die Impulse für die Fußballentwicklung“, "Die Fußballorganisation als Dienstleister“ und "Die Finanzen“. Der 1. DFB-Vizepräsident der Amateure, Hermann Korfmacher, betont die Notwendigkeit des Kongresses: "Der Amateurfußball in Deutschland hat gewaltige Dimensionen. Weit über 80.000 Spiele pro Wochenende und 160.000 Mannschaften, über drei Millionen Spieler und Betreuer - das spricht für sich“.
Der Badische Fußballverband (bfv) reist mit seinem Präsidenten Ronny Zimmermann und weiteren neun Personen nach Kassel: Uwe Ziegenhagen (bfv-Geschäftsführer), Anja Mathis (Frauenreferentin), Klaus Zimmermann (Kreisvorsitzender Buchen), Daniela Quintana (Mädchenfußballbeauftragte), Magnus Müller (Kreisjugendleiter Bruchsal), Sabrina Lüders (Referentin für Mädchenfußball, Kreis Mosbach), Joachim Hermann (1. Vorsitzender, SV Neckargerach), Amir Subasic (2. Vorsitzender FK Bosna i Hercegovina) und Hans Rupp (1. Vorsitzender, SV Langensteinbach). Zimmermann hebt das Besondere an dem Kongress hervor, denn „viele Vereinsvertreter, die nicht in der klassischen Verbandsstruktur eingegliedert sind, werden teilnehmen und ihre Vorstellungen und Anliegen äußern“. Auch der „Workshop-Charakter“ des Kongresses ist für Zimmermann entscheidend, denn dadurch könnten die Verbände und Vereine Hand in Hand gemeinsame Lösungen erarbeiten. Der 50-jährige erhofft sich daher viel von den Ergebnissen, die in den Landesverbänden weiter verfolgt und weiterentwickelt werden.
Nach Abschluss des Kongresses wird der bfv verschiedene Arbeitsgruppen bilden, deren erarbeitete Ergebnisse beim Verbandstag 2013 in einem Fußballentwicklungsplan münden sollen. Die Arbeitsgruppen - bestehend aus Fachleuten aus dem Verband und den Vereinen - greifen Themen wie Jugend, Frauen-/Mädchenfußball, Spielbetrieb, Freizeit & Breitensport und die Ehrenamtsentwicklung auf. Beim DFB-Bundestag im Oktober 2013 tragen die Landesverbände die erarbeiteten Ergebnisse und Lösungsansätze zusammen. Ziel ist die Verabschiedung eines zentralen Fußballentwicklungsplanes, der für die zukünftige positive Entwicklung des Amateurfußballs die Basis bilden soll. Zimmermann ist zuversichtlich, dass der bfv und die anderen Verbände nachhaltige Lösungen finden, die den Amateurfußball in Baden und Deutschland zukunftsfähig machen.
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