02.03.2011, 14:19 Uhr | dpa, sid
Hoffnungsträger: Rainer Scharinger soll den KSC vor dem Abstieg retten. (Foto: dpa)
Die Hoffnungen ruhen auf Rainer Scharinger. Der ehemalige KSC-Profi soll den Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC vor dem Abstieg in die 3. Liga retten. Der gebürtige Karlsruher, der Ende Dezember beim Drittligisten VfR Aalen entlassen wurde, tritt beim Tabellen-Drittletzten die Nachfolge des entlassenen Trainers Uwe Rapolder an. Scharinger, von Juli 2006 bis Mai 2009 Assistent des damaligen Trainers Ralf Rangnick beim Bundesligisten 1899 Hoffenheim, hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012 unterschrieben.
"Ich bin heiß und voller Elan. Der KSC ist mein Heimatverein. Hier Trainer sein zu dürfen, ist eine besondere Ehre für mich. Aber es ist mir auch klar, dass es eine Herkules-Aufgabe wird. Wir müssen alle Kräfte bündeln", sagte Scharinger.
Der neue KSC-Coach sieht sich dem Druck im Abstiegskampf gewachsen. "Ich war als Fußballer selbst in dieser Situation und weiß, was in den Köpfen der Jungs los ist. Uns stehen zehn Hammerspiele bevor. Die soziale Kompetenz spielt dabei auch eine wichtige Rolle. Ich werde versuchen, die Jungs so hinzubiegen, dass sie dem Druck standhalten", sagte Scharinger.
Neben Scharinger waren die früheren KSC-Trainer Winfried Schäfer und Edmund Becker als mögliche Nachfolger Rapolders gehandelt worden. Die Klubführung entschied sich nach Angaben von Präsident Ingo Wellenreuther aber einstimmig für Scharinger. "Wir sind der Auffassung, dass er der richtige Mann ist, um den Erfolg zurückzubringen und die Liga zu erhalten", sagte der Klubchef: "Er hat eine große Identifikation mit dem Verein und ist motiviert. Er ist jung, hat aber dennoch ausreichend Erfahrung. Er ist uns finanziell entgegengekommen und wird ein Konzept verfolgen, das zu einer intensiveren Bindung zur Mannschaft führen wird."
Am Dienstag hatten die KSC-Verantwortlichen die Konsequenzen aus der "Stinkefinger-Affäre" um Rapolder gezogen und den Coach nur 99 Tage nach seiner Verpflichtung entlassen. Rapolder soll während der 1:4-Niederlage im Kellerduell gegen den FC Ingolstadt den eigenen Fans nach einer knappen Stunde Spielzeit den ausgestreckten Mittelfinger gezeigt haben. Zuvor war der 52-Jährige offenbar übel beschimpft worden. Rapolder konnte die sportliche Misere allerdings nicht beenden. Wie bei Rapolders Dienstantritt stehen die Badener derzeit auf dem Abstiegs-Relegationsplatz.
Quelle: sid , dpa
Michael Sziedat geht mit Preetz hart ins Gericht.
mehr zu Hertha BSCAmateurtor der Woche: Wähle aus drei Treffern!
zum Voting-VideoDer Außenseiter gewinnt den "Modau-Klassiker".
zum VideoDer Außenseiter gewinnt den "Modau-Klassiker".
zum Video