07.02.2012, 22:18 Uhr
Kiels Marc Heider (re.) im Zweikampf mit BVB-Stürmer Robert Lewandowski. (Quelle: Reuters)
Am Ende war der Deutsche Meister doch ein paar Nummern zu groß: Bundesligist Borussia Dortmund ist nach einem 4:0 (2:0)-Erfolg beim Viertligisten Holstein Kiel ins Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen. Die Treffer für die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp erzielten Robert Lewandowski (11.), Shinji Kagawa (18.), Lucas Barrios (80.) und Ivan Perisic (87.).
Der Pokalschreck aus Kiel konnte den abgeklärten Dortmundern nicht wirklich Angst einjagen. Dabei hatte Klopp wenige Minuten vor dem Spiel noch leichte Bedenken wegen des gefrorenen Rasens. "Teilweise irreguläre Bedingungen" seien dies und die Verletzungsgefahr sei "deutlich erhöht", sagte denn auch Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc dem Pay-TV-Sender "Sky".
Klopp nahm im Vergleich zur Bundesligapartie am vergangenen Wochenende beim 1. FC Nürnberg drei Veränderungen vor. Für die Stammkräfte Roman Weidenfeller, Sven Bender sowie Kevin Großkreutz rückten Ersatzkeeper Mitchell Langerak, Moritz Leitner und Ivan Perisic ins Team. Holsteins Trainer Thorsten Gutzeit musste in Tim Siedschlag auf eine Stammkraft verzichten.
Trotz der schwierigen Bedingungen ließen die Gäste die 11.522 Zuschauer im Holstein-Stadion recht schnell verstummen. Bereits nach elf Minuten war Torjäger Lewandowski nach einem missglückten Seitfallzieher des neu ins Team gerutschten Perisic zur Stelle. Sieben Minuten später war es der Japaner Kagawa, der eine schöne Kombination über Sebastian Kehl und Lukasz Piszczek erfolgreich abschloss. Kagawa war es auch, der in der 22. Minute das 3:0 hätte erzielen können. Doch sein Heber strich wenige Zentimeter am Tor vorbei. In der Folgezeit spielten die Kieler munter mit, aber richtig zwingend waren sie selten.
"Die Mannschaft hat mit einem normalen Viertligisten nichts zu tun, die haben ein anderes Niveau", hatte Klopp vor der Partie noch gewarnt. Kiel hatte sich in den Runden zuvor gegen Mainz, Cottbus und Duisburg durchgesetzt und dabei nicht ein Gegentor hinnehmen müssen. Und das Team von Klopp hatte sich die Worte seines Trainers allem Anschein nach zu Herzen genommen. Die Dortmunder blieben auch im zweiten Durchgang konzentriert. Perisic hatte nach Zuspiel von Kehl in der 54. Minute die Möglichkeit, auf 3:0 zu erhöhen. Doch Christian Jürgensen klärte dessen Versuch per Kopf zur Ecke.
Anschließend plätscherte die Begegnung zunehmend vor sich hin - auch weil die Dortmunder ihren Vorsprung souverän verwalteten. In der Endphase brachte Klopp in Kevin Großkreutz und Lucas Barrios noch einmal frische Kräfte. In der 74. verpasste der quirlige Kagawa nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum das 3:0. In der 80. Minute machte es der eingewechselte Barrios dann besser. Eine Flanke von Perisic verwertete er aus wenigen Metern. Den 4:0-Endstand besorgte dann Perisic nach einem Freistoß (87.).
Quelle: dapd , FUSSBALL.DE
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