11.02.2010, 16:33 Uhr
Schalkes Trainer-Manager Felix Magath. (Foto: ddp)Die Chancen auf ein Halbfinalduell im DFB-Pokal mit einem seiner Ex-Klubs standen für Felix Magath bei 2:1. Entsprechend verschmitzt lächelte der Schalker Cheftrainer, als es der FC Bayern wurde. Genau diese Konstellation eines Heimspiels gegen den Rekordpokalsieger hatte sich der Erfolgsmensch gewünscht. "Wenn die Bayern zu schlagen sind, dann sicherlich zu Hause. Das ist mir lieber, als im Endspiel in Berlin auf sie zu treffen."
Die zweite Vorschlussrundenpaarung tragen Bremen und der Überraschungs-Zweitligist aus Augsburg aus. Kommt es Ende März zum zu erwartenden Heimsieg der Grün-Weißen, dann feierte Magath das nächste Wiedersehen mit einem seiner früheren Arbeitgeber - und mit seinem Nachfolger in Bremen, Thomas Schaaf.
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Dessen erste Amtshandlung war es vor elf Jahren, den DFB-Pokal an die Weser zu holen. Nach Elfmeterschießen hielt Werder seinerzeit die Bayern nieder. Im Jahr drauf revanchierten sich die Münchner. Magaths Aufgabe ist es, ein drittes Duell zwischen den Dauerrivalen aus Nord und Süd zu verhindern und seinerseits Schalke dessen elfte Endspielteilnahme zu bescheren. Als die Königsblauen vor fünf Jahren zuletzt in Berlin aufschlugen, trainierte Magath noch die Bayern und verhinderte Schalkes fünften Pokalerfolg.
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Wenige Wochen später kam der Stuttgarter Kevin Kuranyi ins Revier. Er widersprach seinem "Chef" Magath, was die Auswahl des Halbfinalkontrahenten betrifft: "Es wäre schöner gewesen, gegen Augsburg zu spielen", hätte sich Schalkes bester Schütze die sportlich machbarste Aufgabe gewünscht. "Aber wir wollen ins Finale, da muss man auch die Bayern schlagen", setzte der 27-Jährige nach. Für den Einzug ins Halbfinale hatte Kuranyi beim Drittliga-Tabellenführer in Osnabrück in der 59. Minute höchstselbst gesorgt.
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An der berühmten Bremer Brücke blieb die Sensation aus. Nicht aber in Augsburg. Der erstmals unter die besten Vier vorgestoßene FCA möchte sich nunmehr seine eigene "Bremer Brücke" bauen - ins Finale. "Wir hätten natürlich lieber ein Heimspiel gehabt", sagte der Schwaben-Coach Jos Luhukay nach dem unvergesslichen 2:0 über den letztlich auf acht Spieler dezimierten Bundesliga-Elften aus Köln. "Die Mannschaft ist als Kollektiv über sich hinausgewachsen."
Das musste der FC Bayern München im Derby gegen die Franken aus Fürth nicht. Es endete nach einer niederländischen Gardinenpredigt des gastgebenden Trainers Louis van Gaal standesgemäß mit 6:2. "Ich war in der Pause wieder böse, denn es kann nicht sein, dass wir gegen Greuther Fürth verlieren." Zur Halbzeit hatte angesichts des 2:1-Vorsprungs des unerschrockenen Achten der 2. Bundesliga die zweite Sensation des Abends gedroht. Eine, die die Bayern bereits 16 Jahre zuvor erlitten hatten, als der TSV Vestenbergsgreuth noch nicht mit der SpVgg Fürth fusioniert war. Am 14. August 1994 verdarben die Amateure damals Giovanni Trapattoni schon in Pokalrunde eins dessen Punktspielpremiere als Bayerns Cheftrainer.
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Vier Jahre später hielt der Maestro den Pott doch noch in Händen. Es war - nach einem 2:1 über den MSV Duisburg - das Abschiedsgeschenk des unvergleichlichen Italieners zum Ende seiner zweiten Amtszeit an der Säbener Straße. Es war der neunte Pokalsieg des FC Bayern. Der vierte datiert aus dem Jahr 1969, erzielt gegen Schalke. Das damalige Finale war der i-Punkt auf das erste bayerische Double und das zweite von bis heute sieben Duellen der beiden Bundesliga-Größen im Pokal. Darunter das epische Doppel-Halbfinale von 1984, in dem sich die Münchner erst in der Wiederholung durchsetzten und anschließend im Finale Gladbach im Elfmeterschießen distanzierten. Zum Double reichte es damals jedoch nicht. Diesen totalen Triumph auf nationaler Ebene erzielten die Münchner nur mit Magath zwei Mal in Folge: 2004 und 2005. Jetzt muss genau der ihn verhindern: in der Liga - und im Halbfinale.
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Auch die Statistiken sind ein vernichtendes Arbeitszeugnis für den Stürmer. In 16 Saisoneinsätzen erzielte Podolski lediglich einen Treffer, dazu kommen zwei Vorlagen. "Die Saison ist noch lang, danach kommt die WM", verschwendet Podolski noch keine Gedanken an eine mögliche Nichtnominierung. Doch der öffentliche Druck wächst stetig.
Quelle: FUSSBALL.DE
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