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Erfolgsmodell 3. Bundesliga

19.02.2009, 16:08 Uhr

DFB-Vize-Präsident Hermann Korfmacher zieht positives Fazit. (Quelle: imago)DFB-Vize-Präsident Hermann Korfmacher zieht positives Fazit.Die 3. Liga mit ihren 20 Vereinen ist für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) ein Erfolgsmodell. Die neu eingeführte Spielklasse sei ein hochwertiger Wettbewerb, der Zuschauer in die Stadion und vor den Fernseher lockt sowie mit einem eigenen Logo ein einheitliches Erscheinungsbild bietet. Bei einer Managertagung und einem Workshop für die Pressesprecher der Clubs wurde aber zugleich deutlich, dass es noch Verbesserungspotenzial bei der Vermarktung, der Medienarbeit und den Kosten für den Spielbetrieb gibt. "Wir müssen einfach noch Erfahrungen sammeln, aber es ist eine Liga mit attraktiven Vereinen. Das schließt auch die zweiten Mannschaften der Bundesligisten ein", sagte für den Amateurbereich zuständige DFB-Vize-Präsident Hermann Korfmacher am Donnerstag in Frankfurt/Main.



Möller für eine Erhöhung der Fernsehgelder
Sportlich sei man sehr zufrieden, erklärte Ex-Nationalspieler Andreas Möller, Manager des Zweitliga-Absteigers Kickers Offenbach. Er wünscht sich vor allem eine Erhöhung der Fernsehgelder. In der Saison 2009/2010 erhält jeder Club 800.000 Euro aus dem großen Topf. "In der 2. Liga hatten wir einen Etat von zwölf Millionen, jetzt sind es 4,3", erklärte Möller.

FCB-Amateure Zuschauermagnet
In den Medien habe sich die Liga gut entwickelt. Immerhin wurden im ersten Halbjahr 900 Stunden im Fernsehen übertragen und insgesamt rund 435 Millionen Zuschauer bei 39 TV-Sendern erreicht. Auch mit den Zuschauerzahlen in den Stadien kann sich die neue Spielklasse sehen lassen. 1.132.483 Zuschauer (Schnitt: 5551) kamen zu den Spielen. Am attraktivsten war der Nachwuchs des deutschen Meisters Bayern München - aber nur auswärts: Dann wollten im Schnitt 8000 Zuschauer die "kleinen" Bayern sehen.

"Die Liga ist vom Umsatz die drittstärkste aller Sportarten"
Die sportliche Qualität sei hoch und rücke die Spielklasse näher an die 2. Liga heran. Bewährt hätten sich auch die strengen Regeln für Infrastrukturmaßnahmen, die auch für Sicherheit in den Stadien gesorgt haben. "Aber da ist noch Platz für Verbesserungen", meinte der DFB-Sicherheitsbeauftragte Helmut Spahn. Auch wirtschaftlich sieht sich der DFB bestätigt. "Die Liga ist vom Umsatz her die drittstärkste aller Sportarten in Deutschland", erklärte Marketing- Direktor Denni Strich. Er und die Vereine wünschen sich noch ein Live-Spiel pro Spieltag.

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Quelle: dpa

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