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Dortmund und Schalke verlieren den Kontakt nach oben

03.11.2012, 22:39 Uhr | FUSSBALL.DE

Jürgen Klopp bekommt seine Borussia nicht auf Kurs. (Quelle: imago)

Jürgen Klopp bekommt seine Borussia nicht auf Kurs. (Quelle: imago)

Sie wollten den FC Bayern München unter Druck setzen. Doch sie hatten ihre Nerven nicht im Griff. Borussia Dortmund und der FC Schalke 04 haben am zehnten Bundesliga-Spieltag unnötig Punkte liegen gelassen und damit den Tabellenführer München wohl für längere Zeit aus den Augen verloren. Der BVB vergaß im Heimspiel gegen Stuttgart (0:0) das Toreschießen und verlor überdies Kapitän Sebastian Kehl. Schalke ließ sich trotz unglaublicher 74 Prozent Ballbesitz von eigentlich chancenlosen Hoffenheimern düpieren und schimpfte anschließend auf den Schiedsrichter.

Schon liegen die Königsblauen in der Tabelle sieben Punkte hinter dem FC Bayern zurück. Und Dortmund muss bei elf Punkten Rückstand bereits das so häufig zitierte Fernglas zur Hand nehmen, um in der Ferne den Platz auszumachen, der in den letzten zwei Jahren am Ende jeweils den Schwarz-Gelben gehört hatte.

"Es fühlt sich an, als ob wir verloren hätten"

Zu allem Ärger um das dürftige Ergebnis kam noch die Sorge um Kapitän Sebastian Kehl. Der war nach 20 Minuten im Luftkampf von Raphael Holzhauser niedergestreckt und mit einem angebrochenen Nasenbein ausgewechselt worden. Jetzt droht ihm ein Ausfall in der Champions League gegen Real Madrid. Entsprechend verlor Trainer Jürgen Klopp an der Seitenlinie die Fassung und lieferte sich mit Stuttgarts Sportdirektor Fredi Bobic ein Wortgefecht, da Holzhauser für seinen Ellbogenschlag lediglich die Gelbe Karte sah.

Der Schiri-Zoff (mehr dazu hier) überlagerte aber nur, dass es Dortmund in einem intensiven Spiel versäumte seine hochkarätigen Chancen zu nutzen. Zwar lieferten die selbstbewusst agierenden Stuttgarter dem BVB einen offenen Schlagabtausch. Doch Klopp sprach hinterher aus, was alle Dortmunder dachten: "Es fühlt sich an, als ob wir verloren hätten." Auch Regisseur Ilkay Gündogan machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: "Das ist sehr, sehr bitter. Wir hätten aus unserer Dominanz mehr machen müssen."

"Haben einen toten Gegner am Leben gelassen"

Während der Meister weiter nicht ins Rollen kommt und bislang keine zwei Spiele in Folge gewinnen konnte, musste Ruhrpott-Rivale Schalke die erste Pleite nach drei Siegen einstecken. Und das, obwohl Gegner Hoffenheim eigentlich keine Chance hatte: 74 Prozent Ballbesitz für Schalke, 23:6 Torschüsse, 5:0 Ecken und unglaubliche 688:243 gespielte Pässe bei einer Fehlpassquote von gerade mal 14 Prozent (Bestwert aller Teams am zehnten Spieltag). Kurzum: Schalke war der TSG haushoch überlegen und verlor am Ende doch 2:3.

Entsprechend bedient war Trainer Huub Stevens nach 90 Minuten: "Fußball wird bis zum Tor gespielt. Wir haben heute nur bis 16 Meter vor dem Tor gespielt." In der Tat ging Schalke mehr als fahrlässig mit seinen Möglichkeiten um und wurde für haarsträubende Nachlässigkeiten in der Defensive am Ende bestraft. Hinterher erhitzte die Gemüter aber vor allem der Elfmeter für 1899, der zum zwischenzeitlichen 2:1 für die Heimmannschaft geführt hatte. Joel Matip hatte Kevin Volland ungeschickt beiseite geräumt. Das sahen die Schalker jedoch gänzlich anders: "Der Schiedsrichter war genauso schlecht wie wir heute beim Abschluss", echauffierte sich Manager Horst Heldt, gestand dann aber doch noch ein: "Wir haben wieder einen Gegner, der auf dem Präsentierteller gelegen ist und eigentlich tot war, am Leben gelassen."

"Da muss man sich Gedanken machen"

Dortmund und Schalke - den Erzrivalen fehlte am zehnten Spieltag einmal mehr die Kaltschnäuzigkeit. Schon häufiger in dieser Saison ließen die beiden Top-Klubs national wie international das letzte Quäntchen Entschlossenheit fehlen und brachten sich somit um wichtige Punkte. "Ich hoffe, dass wir nicht in das alte Schema verfallen", erinnerte Heldt an die beiden Unentschieden nach eigener Führung bei Fortuna Düsseldorf und gegen den HSC Montpellier. "Da sind Parallelen da, da muss man sich Gedanken machen. In der Häufung habe ich es noch nicht erlebt, dass man einen Gegner klar beherrscht und dann am Ende ohne drei Punkte dasteht."

Und Dortmund blickt bislang auf eine Saison zurück, in der sich Siege, Unentschieden und Niederlagen abwechseln und der Knoten trotz vieler guter Spiele noch immer nicht geplatzt ist. Für beide Teams geht es jetzt in der Champions League mit den Spielen gegen Real Madrid und den FC Arsenal weiter. Zwei Highlights, die beide Teams in ihren Hinspielen auf überragende Art und Weise für sich entscheiden konnten. Nach den Enttäuschungen des Wochenendes stehen die Mannschaften von Klopp und Stevens nun also auch vor einem Charaktertest.

Quelle: FUSSBALL.DE

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