26.11.2011, 14:47 Uhr
Eintracht Frankfurt ist doch noch schlagbar: Vier Wochen nach der Last-Minute-Rettung von Ingolstadt hat es den Tabellenführer der 2. Bundesliga etwas weiter südlich erwischt. Mit 1:2 (0:1) verloren die Frankfurter beim TSV 1860 München. Die Löwen hatten zuvor drei Heimspiele nacheinander nicht gewonnen. Karlsruhe hingegen kassierte nach drei Heimspielen ohne Niederlage im Abstiegsduell gegen Alemannia Aachen ein 0:2 (0:1). Die Gäste überflügelten damit den KSC und verließen nach zuvor drei Partien ohne Sieg die Abstiegsränge.
Frankfurts Patzer sorgt zum Abschluss des 16. Spieltags für ein echtes Gipfeltreffen um die Tabellenführung: Der Zweite Düsseldorf, punktgleich mit der Eintracht, empfängt den Dritten aus Fürth (am 28. November ab 20 Uhr im FUSSBALL.DE Live-Ticker). Die Franken weisen zwei Punkte Rückstand auf Frankfurt und die Fortuna auf.
Djordje Rakic brachte die Gastgeber bereits nach 12,4 Sekunden mit dem schnellsten Tor dieser Saison in Führung. Kevin Volland sorgte mit seinem neunten Saisontreffer in der 67. Minute für die Vorentscheidung gegen den Bundesliga-Absteiger. Das Anschlusstor von Theofanis Gekas (90. Minute) kam zu spät.
Die ohne den am Knöchel verletzten Torjäger Mohamadou Idrissou angetretenen Frankfurter wurden gleich vom ersten Angriff der Münchner kalt erwischt. Georgios Tzavellas verlor den Ball gegen Stefan Aigner, dessen Flanke beförderte Rakic ins Netz. Danach verteidigten die Löwen geschickt und konterten immer wieder gefährlich. Die als bestes Auswärtsteam der Liga angereisten Gäste kamen erst in Hälfte zwei in Fahrt, vergaben aber mehrere Ausgleichschancen. Volland bestrafte dies mit dem 2:0. Mehr als das fünfte Saisontor von Gekas gelang der Eintracht danach nicht mehr.
Alemannia Aachen hat im Kellerduell beim Karlsruher SC einen richtungweisenden Sieg gefeiert. In der 36. Minute gingen die Aachener durch Sergiu Radu überraschend in Führung, nachdem zuvor die Karlsruher klar das Spiel bestimmt hatten. In der 87. Minute nutzte dann Benjamin Auer ein glänzendes Zuspiel von David Odonkor zur Entscheidung. Der neue KSC-Trainer Jörg Andersen verpasste damit bei seinem Heimdebüt einen wichtigen Dreier, nachdem es im Premierenspiel ein 1:2 in Paderborn gegeben hatte.
Die Badener machten von Beginn mehr Druck, legten mehr Laufbereitschaft an den Tag. Die Gäste fanden zunächst überhaupt nicht ihren Rhythmus, wirkten in der Spielanlage zu statisch und benötigen viel zu lange, um das Mittelfeld zu überbrücken. Der Treffer Radus stelle das Spiel auf den Kopf. In der zweiten Halbzeit besaß Alemannia-Kapitän Auer (56.) freistehend per Kopf die große Chance zur Resultatserhöhung, der Ball verfehlte aber knapp das Ziel. Die Hausherren waren zwar bemüht, setzten sich aber nicht mehr so entscheidend in Szene. Aachen konterte seinerseits erfolgreich.
Quelle: sid , FUSSBALL.DE
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