09.11.2012, 07:41 Uhr | FUSSBALL.DE, dpa
Chaoten sorgen beim Europa-League-Spiel des VfB Stuttgart für eine Spielunterbrechung. (Quelle: dpa)
Das Europa-League-Spiel beim FC Kopenhagen hat der VfB Stuttgart (2:0) gewonnen, an Ansehen auf internationaler Bühne hingegen mächtig verloren. Die Freude über den ersten Sieg in der Gruppenphase trübten ausgerechnet die eigenen Fans, die in der ersten Halbzeit für Randale sorgten.
In der 37. Spielminute musste Schiedsrichter Craig Thomson aus Schottland die Partie für knapp sechs Minuten unterbrechen. Der Grund: Einige der 2.500 mitgereisten VfB-Fans zündeten Feuerwerkskörper, erzwangen dadurch eine Unterbrechung. Auch Bengalos flogen auf den Rasen, Rauchschwaden waberten über das Spielfeld.
Als die Chaoten gewütet hatten, versuchten VfB-Coach Bruno Labbadia und Kapitän Serdar Tasci beschwichtigend auf die Randalierer einzuwirken. "Wir haben gespürt, dass es ein Durcheinander war. Es war wichtig, dass wir uns als Verantwortliche stellen", sagte Labbadia. Auch Fredi Bobic eilte vor die Fankurve, um Schlimmeres zu verhindern. Der VfB-Manager redete via Megafon auf die Fans ein.
Nach dem Spiel fand der VfB-Manager deutliche Worte: "Da sind einige dabei, die wollen es nicht begreifen, die haben auch in einem Fußballstadion nichts zu suchen. Für diese kleine Gruppe müssen wir uns schämen. Wenn man in die Augen dieser Vermummten schaut, kriegt man echt Angst. Es hat nicht viel gefehlt, dann hätte es einen Spielabbruch gegeben", wird Bobic auf "Bild.de" zitiert.
Quelle: FUSSBALL.DE, dpa
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