29.05.2011, 14:23 Uhr
Fußball-Nationalspielerin Fatmire "Lira" Bajramaj hat sich gegen die Kritik an ihrem Management und ihrem Wechsel von Turbine Potsdam zum 1. FFC Frankfurt zur Wehr gesetzt - und den Entschluss verteidigt. "Falsche Vorwürfe gegen mich und mein Umfeld haben nichts mit Fairplay zu tun. Der Wechsel war nach reiflicher Überlegung allein meine Entscheidung. Weder meine Eltern noch mein Manager haben versucht, mich zu 'steuern', wie mir zuletzt zu Unrecht vorgehalten wurde", schrieb Bajramaj in einer persönlichen Presseerklärung. "Dass bei diesem Wechsel auch einige unschöne Worte gefallen sind, die mich, meine Eltern und meinen Manager Dietmar Ness in ein schlechtes Licht rücken sollten, kann ich nicht nachvollziehen", sagte sie in der Erklärung.
Turbine-Trainer Bernd Schröder hatte vor der 0:2-Niederlage beim Champions-League-Finale in London gegen Olympique Lyon in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" kritisiert: "Sie ist fremdbestimmt. Sie hat ein Jahr gehabt, wo sie von Beratern und allem hin und her gezerrt wurde. Das wäre alles kein Problem, wenn sie in allen Spielen gebracht hätte, was man sich von ihr erwünscht hat."
Die 23-Jährige betonte, ihr würden solche Worte wehtun, weil sie sich immer mit aller Leidenschaft für den Erfolg des Bundesligisten eingebracht habe. "Wenn ich etwa an den möglichen Wechsel von Manuel Neuer in Schalke denke und wie der Verein damit umgegangen ist, dann kann ich nur sagen: Das war vorbildlich", erklärte sie. Sie hoffe, sich in Frankfurt nun nochmals sportlich zu verbessern.
"Natürlich kann ich die Enttäuschung in Potsdam verstehen, aber ich habe mich hier immer für den Erfolg des Vereins eingebracht ", schrieb Bajramaj. Es sei daher nicht sachlich, die Ursache für ihren Wechsel von Potsdam nach Frankfurt in ihrem privaten Umfeld und bei ihrem Manager zu suchen.
Nette Worte für Schröder fand sie dennoch: "Ich bedanke mich nochmals bei allen Verantwortlichen in Potsdam und besonders bei Trainer Bernd Schröder, dass sie mich hier in den vergangenen Jahren optimal gefördert haben. Und es ist mir sehr, sehr wichtig, dass ich allen in Freundschaft 'Tschüss' sagen und eine neue sportliche Herausforderungen suchen möchte. Ich wünsche Turbine für die Zukunft alles Gute", so Bajramaj weiter.
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Quelle: sid , t-online.de , dpa
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