17.09.2009, 15:01 Uhr
Comeback bei den "kleinen Bayern": Luca Toni (Foto: imago)Ginge es nach den Regensburgern, müsste Bayerns Weltmeister Luca Toni zu seinem Aufsehen erregenden Gastspiel in der 3. Liga einen eigenen Alu-Koffer mitbringen - mit lauter Toni-Trikots drin. Auf dem Spielfeld aber ist es mit der Verehrung für den 32-Jährigen vorbei. Recken wie der gleichaltrige Alexander Maul kennen vielleicht Respekt, aber keine Angst. Tonis Gegenspieler lauern auf die wohl einmalige Chance, Toni im Zweikampf den Schneid abzukaufen - und sein Trikot als Skalp mitzunehmen. "Da sind einige Wünsche an mich herangetragen worden", beschrieb der Manndecker des Jahn in der "Bild"-Zeitung den Hype an der Donau. "So viele Trikots hat er wohl nicht dabei."
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Die Mädels flippen längst aus
Vor allem das Schwache Geschlecht ist dem italienischen Stargast stark zugetan - auch in der Oberpfalz. "Luca Toni ist bei den weiblichen Fans in Regensburg sehr beliebt", verriet Maul nichts Neues. Sein Torhüter Rouven Sattelmaier bemerkte gegenüber dem Radiosender "Antenne Bayern" trocken, den Dress des prominenten Gegners staube wohl einfach der ab, der fragt.
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Regensburg kann wieder Tabellenführer werden
Unter dem Strich aber bleibt es ein Meisterschaftsspiel, das die "kleinen" Bayern mit Tonis Hilfe daheim gewinnen müssen, um der Abstiegszone weiter zu entkommen. Dem durch Tonis Mitwirken nur noch motivierteren Jahn bietet sich umgekehrt die Chance, an die Spitze zurückzukehren - wenn er im altehrwürdigen Grünwalder Stadion Toni und Co. nicht zum Zug kommen lässt. "Wir werden uns zu wehren wissen, so lange Ribéry nicht auch noch mitspielt", kündigte Regensburgs Coach Markus Weinzierl augenzwinkernd an. Der sechste Saisonsieg, und Sandhausen wäre - zumindest bis Samstagnachmittag - wieder überflügelt.
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Gefährlich ist Toni dann doch noch
Sportlich ist der Gast deutlich besser gestellt als die Bayern. Regensburg weist mit 18 doppelt so viele Zähler auf wie der Münchner Nachwuchs. Tobias Schlauderer gab im Interview mit der "Mittelbayerische Zeitung" aber zumindest flachsend zu: "Sein Salär liegt angeblich bei zehn Millionen Euro im Jahr. Da gehe ich schon davon aus, dass er Qualitäten hat und gefährlich ist." Wegen dieser Qualitäten wirft Schlauderers Trainer Weinzierl sein bisher so erfolgreiches Konzept jedoch keineswegs über den Haufen. "Wir werden von unserer Spielweise und unserem Vorhaben überhaupt nichts ändern. Wir wollen einfach gewinnen", so der 34-Jährige.
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Über Spiele wieder in Form kommen
Die verzückte Regensburger Damenwelt mal außen vor gelassen: Sein Aussehen alleine spült Toni nicht zurück in die Stammelf des Rekordmeisters. "Ich bin überzeugt von meinen Qualitäten." Wenn er gesund sei, brauche er sich "vor niemandem zu verstecken." Alleine die Spielpraxis fehlt. Dass Toni sich diese gegen den Jahn holt, ist klasse für den Traditionsverein und die gesamte 3. Liga. "Hauptsache, ich spiele Fußball", so Toni in der "Bild".
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Van Gaal gewährt Toni 45 Minuten
Gegentore, so bemerkte Regensburgs Keeper Sattelmaier noch, täten ihm immer weh. Egal, ob von einem Welt- oder einem Kreismeister. Auf Anordnung seines Trainers Louis van Gaal hat Toni nach seinen Achillessehnenproblemen 45 Minuten Zeit, Sattelmaier zu überwinden und Regensburgs weiblichem Anhang weh zu tun.
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