29.01.2013, 08:20 Uhr | FUSSBALL.DE
Bekommt Gegenwind ob seiner Entscheidung aus dem eigenen Verein: Mehmet Scholl. (Quelle: imago)
Mehmet Scholl hat sich entschieden - für seinen Job als TV-Experte bei der ARD und gegen das Amt des Trainers der zweiten Mannschaft des FC Bayern München, das er zum Ende der Saison aufgibt. Doch den Entschluss finden nicht alle Personen im Umfeld des Rekordmeisters gut.
"Das möchte ich nicht kommentieren, das ist nicht so wichtig für uns," zitiert die Münchner "Abendzeitung" beispielsweise Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. "Die zweite Mannschaft ist zwar nicht so unwichtig. Aber wenn er das nicht mehr machen möchte, haben wir das zu respektieren. Das werden wir tun – und fertig. Er hat das Matthias Sammer mitgeteilt", sagte Rummenigge weiter.
Eine Reaktion, die Fragen aufwirft. Hat Scholls Entscheidung die Pläne der Bayern-Oberen durchkreuzt? Oder ist gar verletzte Eitelkeit mit im Spiel? Fakt ist, dass die Bayern-Bosse nicht besonders angetan waren von der Doppeltätigkeit Scholls, der 15 Jahre für die Bayern spielte und immer Publikumsliebling war. Zudem gaben sie dem verdienten Spieler die Chance, sich als Coach der Bayern-Reserve für höhere Aufgaben zu empfehlen.
So gab es beispielsweise Gedankenspiele, wie Scholl und der neue Coach Pep Guardiola hätten zusammenarbeiten können. "Er hat sich entschlossen, jetzt als Trainer eine Pause einzulegen. Ich hoffe, es ist nur eine Pause und er kommt wieder zurück. Ich bin schon überrascht, er hätte doch bei Bayern alle Möglichkeiten gehabt - auch unter Pep Guardiola. Ich könnte mir vorstellen, dass es da Möglichkeiten gegeben hätte", sagte Franz Beckenbauer.
So war wohl unter anderem geplant, Scholl als Co ein paar Jahre vom derzeit wohl weltbesten Trainer lernen zu lassen, um ihn somit als möglichen künftigen Cheftrainer aufzubauen. Der bisherige Assistent Hermann Gerland hätte dann wieder die Bayern-Reserve übernehmen können.
Auch Sportvorstand Matthias Sammer hat kein Verständnis für die Entscheidung seines ehemaligen Nationalmannschaftskollegen. "Wenn das seine Entscheidung ist, nehmen wir das zur Kenntnis. Wenn er darauf besteht, akzeptieren wir das. Er hat immer die Unterstützung des Klubs gehabt. Es gab zwei, drei Sachen, auf die man ihn mal hinweisen musste, das ist auch klar. Aber er macht da einen sehr, sehr guten Job."
Einzig Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat sich noch keine richtige Meinung zu der Entscheidung Scholls gebildet. War seine erste Reaktion noch gewesen, "es zur Kenntnis genommen, aber nicht akzeptiert" zu haben, war sein letztes Statement gewesen: "Da muss ich erst drüber nachdenken." Vielleicht hat Hoeneß ja noch eine Variante C im Hinterkopf.
Quelle: FUSSBALL.DE
Laut Medienberichten trennt sich Fortuna vom Trainer.
mehr zur FortunaWichtigste Fragen und Antworten zum Endspiel.
mehr zur Champions LeagueCopa do Brasil: Spieler kennt beim Zweikampf keine Gnade.
zum VideoCopa do Brasil: Spieler kennt beim Zweikampf keine Gnade.
zum Video