23.11.2009, 08:26 Uhr
Philipp Lahm verlässt nach dem Schlusspfiff des Leverkusen-Spiels enttäuscht den Platz. (Foto: Reuters) Gellende Pfiffe, entsetzte Gesichter - die Krise bei Bayern München nimmt erschreckende Formen an. Nach dem mauen 1:1-Unentschieden gegen Bayer Leverkusen dümpelt der Rekordmeister weiter im Tabellenmittelfeld herum.
Von der einstigen Dominanz fehlt jede Spur. "Man hat heute gesehen, dass unser Spiel einfach hinkt und krankt", quittierte Philipp Lahm den Auftritt. "Wenn man beim FC Bayern Siebter ist, dann ist das Selbstbewusstsein angeknackst. Wir haben viele Fehler gemacht, haben Probleme im Spiel nach vorn", so der Verteidiger deutlich.
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Drei Unentschieden in Serie und überhaupt erst fünf Siege aus 13 Spielen. Für Trainer Louis van Gaal wird es zunehmend enger. Am Mittwoch zählt in der Champions League gegen Haifa nur ein Dreier, gegen Hannover in der Liga erst recht, sonst muss der Niederländer wohl die Koffer packen. Als potenzieller Nachfolger wird bereits Russlands Nationaltrainer Guus Hiddink gehandelt. Van Gaals Landsmann wird nach dem Aus seines Teams in der WM-Qualifikation womöglich früher von seiner Aufgabe (Vertrag bis Sommer 2010) entbunden und könnte dann schon im Winter wechseln.
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Dabei hatten die Bayern einen Traumstart ins "Spiel der Spiele" (Hoeneß) hingelegt: Miroslav Klose setzte sich gegen Daniel Schwaab durch und passte auf Mario Gomez, der mit einem wunderbaren Außenrist-Schlenzer vollstreckte. Van Gaal, der vor der Partie schon von seiner Entlassung gesprochen hatte, wurde dabei zu seinem Glück gezwungen, war doch Klose für die Startelf gar nicht vorgesehen.
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Nach einer Viertelstunde war es allerdings schon wieder vorbei mit dem Bayern-Elan, sie verfielen in ihren alten, ideenlosen Trott - und Bayer schlug eiskalt zu. Nach langem Pass von Arturo Vidal tanzte Kießling den Münchner Abwehrchef Daniel van Buyten aus und schloss zum 1:1 ab. Jetzt bestimmte Bayer das Geschehen, blieb jedoch ineffizient. Kießling und Bayern-Leihgabe Toni Kroos vergaben weitere Chancen.
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Erst kurz vor der Pause wachten die Bayern noch einmal auf, einen Freistoß von Holger Badstuber aus 25 Metern parierte Adler aber ebenso hervorragend wie einen Versuch von Anatoliy Tymoschtschuk. Diese kurze Phase entpuppte sich nach dem Seitenwechsel als Strohfeuer. Das Bemühen war dem Rekordmeister zwar nicht abzusprechen, aber die Klasse fehlte weiterhin. Während sich Leverkusen weitgehend auf das Verwalten des Unentschiedens beschränkte, ließen die Bayern jetzt jeglichen Spielwitz vermissen. Dabei wurde mal wieder deutlich, wie sehr der Rekordmeister von den verletzten Superstars Franck Ribéry und Arjen Robben abhängig ist.
Quelle: t-online.de , sid
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