14.09.2011, 22:40 Uhr
Die Reise des FC Bayern nach München hat erfolgreich begonnen. Der deutsche Rekordmeister startete mit einem 2:0-Sieg beim FC Villarreal in die Gruppenphase der Champions League, in der am 19. Mai 2012 in München das Finale ausgetragen wird. Die Treffer zum hochverdienten Erfolg des Bundesligisten in der Gruppe A erzielten Toni Kroos (7.) und Rafinha (76.).
In ihrem 150. Spiel in der Königsklasse schafften die Bayern etwas, woran sich Fußball-Größen wie Manchester United, der FC Arsenal oder Inter Mailand bereits vergeblich versucht hatten: einen Sieg beim zuvor in elf Heimspielen ungeschlagenen Villarreal - Spitzname "el submarino amarillo", das Gelbe U-Boot". Die Münchner wahrten außerdem im siebten Pflichtspiel in Folge ihre weiße Weste, Manuel Neuer ist jetzt seit 668 Minuten ohne Gegentor. Einen dicken Wermutstropfen mussten die Bayern aber schlucken: Mario Gomez, mit neun Treffern in den vergangenen vier Pflichtspielen der herausragende Torjäger, musste zur Pause mit Adduktorenproblemen ausgewechselt werden.
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"Wir sind zum Glück früh in Führung gegangen. Ich denke, dass wir im Großen und Ganzen gut gespielt haben", sagte ein zufriedener Torschütze Kroos: "In Villarreal mit einem Sieg zu starten ist gut." Bayern-Trainer Jupp Heynckes sagte nach der Partie: "Wir haben sehr souverän agiert und insbesondere nach der Pause noch hochkarätige Torchancen herausgespielt. Da hätten wir den Sack früher zumachen müssen. Champions League ist nicht Bundesliga, hier ist alles ein bisschen schwerer. Wir haben überragende Fußballer und können alle sehr zufrieden sein."
Vor 21.000 Zuschauern im Estadio El Madrigal an der spanischen Ostküste hatte der zuletzt in der Bundesliga überragende Franck Ribéry großen Anteil an der Führung. Der Franzose übersprintete an der linken Strafraumgrenze zwei Gegenspieler, zog zur Grundlinie und passte zurück auf Kroos. Der stand elf Meter halblinks vor dem Tor und verwandelte klug in die rechte Torecke.
Noch in Hälfte eins musste Heynckes seine Mannschaft umstellen. Bei dem etwas überraschend von Beginn an aufgelaufenen Daniel van Buyten brachen alte Probleme an der Achillessehne wieder auf, für ihn kam Rafinha (22.). Dort stand ebenfalls unerwartet im Mittelfeld Anatolij Timoschtschuk anstelle von Luiz Gustavo. Der Ukrainer zeigte jedoch mit mitunter überharten Aktionen, warum ihn Heynckes gebracht hatte: Er sollte den Spaniern den Spaß am schnellen Konterspiel nehmen.
Gomez per Kopf nach Ecke von Kroos (14.) und Bastian Schweinsteiger aus 28 Metern (20.) hatten früh die Chance zum 2:0 - doch Gomez zielte drüber, Schweinsteiger scheiterte an Torwart Diego Lopez. In der ersten Hälfte hatten die Bayern Villarreal gut im Griff - mit zwei Ausnahmen: In der 21. Minute musste der bis dahin beschäftigungslose Neuer bei einem scharfen Schuss des italienischen Nationalspielers Giuseppe Rossi sein ganzes Können zeigen, um noch abzuwehren. Unmittelbar vor der Pause rettete Neuer gegen Mario Gaspar.
In der zweiten Halbzeit begann Nils Petersen anstelle von Gomez, und der frühere Cottbuser stand sofort im Mittelpunkt: Über Kross und Thomas Müller gelangte der Ball zu ihm, doch seinen Schuss parierte Keeper Lopez sicher (46.). Nur wenige Sekunden später stand Petersen nach einer Flanke von Rafinha völlig frei vor Lopez, brachte den Ball jedoch erneut nicht im Tor unter.
Das von Heynckes gefürchtete schnelle Spiel von Villarreal blieb meist im Ansatz stecken, stattdessen hatte Müller aus 18 Metern die Chance zu erhöhen - doch Lopez war wieder zur Stelle (55.). Sechs Minuten später rettete er zum dritten Mal gegen Petersen, der seinen Schuss geschickt um seinen Gegenspieler Cristian Zapata herumgedreht hatte. Der erste Erfolg in Spanien nach sechs Spielen (fünf Niederlagen, ein Remis) war schon jetzt zum Greifen nahe - auch, weil Villarreal kaum mehr gefährliche Aktionen hatte. Doch erst Rafinha mit seiner tollen Einzelaktion machte alles klar - er ließ zudem Torhüter Lopez schlecht aussehen.
Im zweiten Spiel der Gruppe A trennten sich Manchester City und der SSC Neapel mit einem 1:1-Unentschieden.
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Quelle: sid , FUSSBALL.DE
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