20.10.2012, 14:35 Uhr | sid, t-online.de, dpa
Wegen der rassistischen Beleidigung von Gegenspieler Anton Ferdinand muss John Terry tief in die Tasche greifen. (Quelle: imago)
John Terry bleibt trotz der Rassismus-Affäre Kapitän des Champions-League-Siegers FC Chelsea. Allerdings habe der Klub den früheren englischen Nationalmannschafts-Kapitän mit einer Geldstrafe belegt, sagte Chelseas Vereinsvorsitzender Bruce Buck. Die Höhe der Buße verschwieg der US-Amerikaner. Allerdings soll es sich um die höchste Strafe für einen Spieler in der Geschichte der Londoner handeln.
"Es ist keine Entscheidung, die wir leichtfertig oder in einer halbstündigen Sitzung getroffen haben. Wir haben lange darüber diskutiert", sagte Buck. Auch Klub-Eigentümer Roman Abramowitsch sei einbezogen worden. Angeblich wurde dem Chelsea-Star eine Strafe von rund 393.000 Euro aufgebrummt, was ungefähr zwei Wochen-Gehältern des Spielers entspricht.
Der englische Fußball-Verband (FA) hatte den aus dem Nationalteam zurückgetretenen Terry zuvor für vier Spiele gesperrt und zu einer Strafe in Höhe von umgerechnet rund 280.000 Euro verurteilt.
Der englische Verband FA hatte es als erwiesen angesehen, dass Terry Gegenspieler Anton Ferdinand von den Queens Park Rangers im Oktober 2011 bei einem Premier-League-Spiel rassistisch beleidigt hatte.
Terry, der zuvor von einem ordentlichen Gericht freigesprochen wurde, hat das Strafmaß mittlerweile akzeptiert.
Während Terry in der Premier League derzeit zuschauen muss, darf er in der Champions League spielen. Trainer Roberto di Matteo hatte offen gelassen, ob Terry am Dienstag im Spiel bei Schachtjor Donezk noch Kapitän des Teams sein wird.
Quelle: sid, t-online.de, dpa
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