03.10.2012, 17:01 Uhr | dpa, sid
Torfrau Tessa Rinkes kommt vor den Frankfurterinnen an den Ball. (Quelle: imago)
Der siebenmalige Frauenfußball-Meister 1. FFC Frankfurt hat das Eklat-Spiel bei Turbine Potsdam nicht gut verkraftet. Drei Tage nach dem umstrittenen 2:1 beim Meister, bei dem Nationalspielerin Fatmire Bajramaj einen Kreuzbandriss erlitten hatte, kam der mit Topspielerinnen gespickte Titelfavorit am 5. Bundesliga-Spieltag nicht über ein 1:1 (1:0) gegen Aufsteiger FSV Gütersloh hinaus. Die Hessen, die nach dem verpatzten Saisonstart Trainer Sven Kahlert vor knapp vier Wochen durch Co-Trainer Philipp Dahm ersetzt hatten, führen mit zehn Punkten die Tabelle an.
Allerdings haben die Titelkonkurrenten (Potsdam und Vizemeister VfL Wolfsburg) aufgrund ihrer Champions-League-Einsätze wesentlich weniger Spiele absolviert. Potsdam ist erst dreimal, Wolfsburg (beide sechs Punkte) sogar erst zweimal aufgelaufen.
Vor 2380 Zuschauern hatte die Französin Sandrine Bretigny (17.) die Frankfurterinnen in Führung gebracht. Die mangelhafte Chancenverwertung der Gastgeberinnen im Anschluss rächte sich zwei Minuten vor Spielende: Maren Wallenhorst traf zum Ausgleich für die Gäste, die bereits sieben Punkte aus vier Spielen geholt haben. In den weiteren Partien setzte sich der FCR Duisburg 4:0 (1:0) gegen den VfL Sindelfingen durch. Bayern München gewann 3:2 (2:0) gegen Bayer Leverkusen. Der USV Jena und die SGS Essen trennten sich 1:1 (1:1).
Potsdam hat das Eklat-Spiel dagegen besser verdaut. Der deutsche Frauen-Fußballmeister hat die zweite Runde der Champions League erreicht. Der zweimalige Königsklassen-Gewinner setzte sich trotz heftiger Personalprobleme im Rückspiel vor 2460 Zuschauern gegen Standard Lüttich mit 5:0 (2:0) durch. Turbine hatte bereits das Hinspiel vor einer Woche in Belgien mit 3:1 für sich entschieden.
Die Treffer im Rückspiel in Potsdam erzielten Natasa Andonova (18., 47. und 90.+2), Yuki Ogimi (45.+2) sowie Genoveva Anonma (87.). Das Team von Trainer Bernd Schröder kontrollierte von Anfang an das Spielgeschehen und erarbeitete sich eine Vielzahl von Tor-Gelegenheiten. Aber erst nach 18 Spielminuten konnte die 18-jährige Mazedonierin Andonova erstmals die Vorarbeit ihrer Teamkollegin Lisa Evans zum 1:0 für Turbine nutzen. Kurz vor der Halbzeitpause machte Andonova das Spiel schnell und passte auf ihre japanische Teamkollegin Yuki Ogimi. Diese fackelte nicht lange und schlenzte den Ball zur 2:0-Führung ins Netz.
Nach der Halbzeitpause waren gerade zwei Minuten gespielt, da war Standard-Keeperin Kelly Ickmans erneut geschlagen. Potsdams beste Spielerin an diesem Tag, Natasa Andonova, erhöhte auf 3:0. Kurz vor Spielende erhöhte Genoveva Anonma für Potsdam. Sie wurde im Strafraum per Flanke bedient, drehte sich und verwandelte zum 4:0. Den Schlusspunkt setzte in der Nachspielzeit erneut Andonova.
Quelle: dpa, sid
Dresden gewinnt, doch Aue schlägt Sandhausen.
mehr zum 34. SpieltagAußergewöhnliche Bilanz bei Ribéry-Treffern.
mehr zum FC BayernBöse Überraschung für leichtsinnigen Keeper.
mehrWähle aus drei Treffern das Amateurtor der Woche!
zum VideoBöse Überraschung für leichtsinnigen Keeper.
mehrWähle aus drei Treffern das Amateurtor der Woche!
zum VideoPodolski & Co. stehen in den Playoffs zur Königsklasse.
mehr zum FC ArsenalFortuna-Fans randalieren in Hannover.
mehr Fußball-News