18.07.2011, 13:56 Uhr
Der DFB-Präsident Theo Zwanziger steht der Bundestrainerin Silvia Neid auch nach ihrem WM-Aus zur Seite. (Foto: imago)
DFB-Präsident Theo Zwanziger hat von den Kritikern an Bundestrainerin Silvia Neid eine Entschuldigung gefordert. "Es ist kontraproduktiv, was jetzt von einigen Vereinsvertretern gemacht wurde, und ich halte es für absolut respektlos", sagte Zwanziger über Bernd Schröder (Trainer Turbine Potsdam) und Siegfried Dietrich, Manager des 1. FFC Frankfurt. "Eine sachliche Analyse sollte für jeden wichtiger sein als Selbstinszenierung." Er werde beide für kommende Woche zum Gespräch nach Frankfurt einladen, um zu besprechen, wie die weitere Zusammenarbeit aussehen könne. (Zum Durchklicken: Die besten Bilder des WM-Finals)
Schröder hatte Neid unter anderem fehlende Kritikannahme vorgeworfen. "Ich hoffe, dass die Herren Größe zeigen, auf Silvia Neid zugehen und ihr sagen: So haben wir das nicht gemeint und gewollt", sagte Zwanziger. "Wir dürfen deshalb keine Gemeinsamkeiten opfern und eine Streitkultur wie im Männerfußball einführen."
Zwanziger zeigte Verständnis für Neid, die nach dem Viertelfinal- Aus bei der WM erst keine Motivationsprobleme hatte, dann einen Rücktritt offenließ und sich doch zur Vertragserfüllung entschloss. "Sie ist im Moment immer noch nicht in der Lage, das Abschneiden abschließend zu analysieren, sie ist immer noch aufgewühlt", sagte er. Da könnten "schon mal widersprüchliche Reaktionen" kommen.
Nach der Kritik von Birgit Prinz an Neid forderte der DFB-Chef von der Rekordnationalspielerin, die Angelegenheit abzuhaken "und dann mit dem DFB zu einer würdevollen Verabschiedung kommen. Das ist die einzige Aufgabe, das Nachkarten macht doch keinen Sinn."
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Quelle: dpa
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