18.10.2010, 10:15 Uhr | FUSSBALL.DE, Sabine Schreiber
Frauenfußball von A bis Z ist das erste Lexikon zum Thema seiner Art. (Foto: Humboldt Verlag)
Dass Birgit Prinz bereits drei Mal zur Weltfußballerin des Jahres gekürt worden ist, dürfte bekannt sein. Dass Frauenfußball in Deutschlands Klublandschaft bis 1970 offiziell verboten war, gehört schon weniger zum Allgemeinwissen und ist kaum zu glauben - gerade im Hinblick auf die Frauen-WM 2011. Wen jetzt noch interessiert, dass es in Ostfriesland eine vom Guiness Buch der Rekorde gekürte älteste Torhüterin der Welt gibt und Frauenfußball erst seit 1996 olympisch ist, für den ist das Nachschlagewerk "Frauenfußball von A bis Z" genau das Richtige.
Autor Ronny Galczynski trägt hier alles zusammen, was Fans über ihre Stars wissen müssen. Allein 175 Nationalspielerinnen werden mit einer kurzen Vita und wichtigsten Karrieredaten vorgestellt. Ebenso vollständig porträtiert das Lexikon alle Bundesliga-Mannschaften aus Ost und West sowie alle Teilnehmer an Meisterschafts- und Pokalendspielen. Auch die Meistertrainer seit 1974 findet man hier wieder.
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Solide Fakten wie auch Skurriles sind auch über die Geschichte, die Pioniere des Sports und die Entwicklung des Frauen- und Mädchenfußballs nachzulesen. Dass der Begriff Kaffeeservice dem Autor einen eigenen Eintrag wert ist, hat einen guten Grund. Dahinter verbirgt sich eine nette Anekdote rund um die Frauen-EM 1989 in Deutschland. Der DFB spendierte den Damen für den eingefahrenen Europameisterinnen-Titel statt einer Geldprämie ein 40-teiliges Kaffeeservice. Nationalteam-Managerin Doris Fitschen kommentierte das Kult-Objekt, nachdem sie und ihre Kolleginnen je 50.000 Euro für den WM-Titel 2007 bekamen, wie folgt: "Die Weltmeisterinnen haben ihr Geld schon ausgegeben, ich habe mein Kaffeeservice noch immer".
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Quelle: FUSSBALL.DE
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