08.10.2012, 11:56 Uhr | t-online.de
Nach dem Ausraster von Bruno Labbadia im Anschluss an das 2:2 zwischen dem VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen hat sich nun Fredi Bobic zu Wort gemeldet: "Es reicht! Ich habe das schon vor einer Woche gesagt. Kritik kann man äußern, aber sie muss sachlich sein und darf nicht persönlich werden." Der Sportdirektor der Schwaben bezog sich auf die Kritik von Medien und Anhängern an VfB-Coach Labbadia und an seiner Person. Diese sei überzogen, so Bobic, die Erwartungshaltung sei im Stuttgarter Umfeld zu hoch.
"Ich kann nur sagen, dass wir immer offen und ehrlich mit der Situation umgegangen sind. Wir haben niemandem erzählt, dass wir dieses Jahr in die Champions League einziehen. Das haben Sie von niemandem gehört", sagte der frühere Profi. "Wir wissen, dass es schwer werden kann, wenn das eine oder andere passiert, und es ist leider früh in der Saison zu viel passiert."
Nach sieben Spieltagen liegt der Traditionsklub mit nur sechs Punkten auf Rang 15. Der Europa-League-Starter hatte im Sommer ein Spar-Konzept ausgerufen und lediglich 300.000 Euro in Neuzugänge investiert, während andere Vereine auf dem Transfermarkt klotzen konnten. Die Stimmung in Stuttgart war deshalb zuletzt bereits gekippt. Doch für Bobic und Labbadia ist der von der Vereinsführung vorgegebene Kurs alternativlos. "Die Leidenschaft und die Passion für den Verein stehen an erster Stelle, und das macht ja auch Spaß. Nur momentan macht es manchmal auch keinen Spaß, weil zu viele Sachen dabei sind, die nicht passen. Hier werden viele Dinge vermischt, und plötzlich ist der Trainer Schuld. Der kann gar nix dafür. Er geht den Weg sogar absolut mit", sagte der VfB-Manager.
Gerüchte im Stuttgarter Umfeld, wonach die VfB-Bosse bereits über eine Alternative für Labbadia nachdenken würden, widersprach Bobic. "Wir können schon einiges verkraften. Wir arbeiten sehr eng zusammen. Die Diskussion gab es im letzten Herbst, die fängt jetzt wieder an. Ständig Diskussionen. Das mache ich nicht mit. Es geht mit aller Ruhe weiter", sagte Bobic. Ob er eine freiwillige Demission des Coaches für möglich hält, wollte er indes nicht beantworten: "Sollen wir jetzt über irgendwelche Dingen in der Zukunft reden, die ich nicht weiß? Ich bin kein Wahrsager. Man muss doch auch einmal den Menschen verstehen."
Labbadia war nach dem Match gegen Leverkusen der Kragen geplatzt. "Ich kann gewisse Dinge nicht akzeptieren, wenn der Trainer wie der letzte Depp dargestellt wird, als hätte er gar keine Ahnung", hatte der Schwaben-Trainer auf der Pressekonferenz gesagt. "Die Zuschauer sind aufgewiegelt durch absolute Unwahrheiten. Die Trainer sind nicht die Mülleimer von allen." Unterstützung erhielt er von seinem Kollegen Felix Magath. "Es wird wirklich respektlos mit den Trainern umgegangen", sagte der Coach des VfL Wolfsburg im "Sportclub" des NDR. Es sei so, wie es Labbadia gesagt habe: "Es hat sich in diesem Geschäft eingebürgert, wenn was schief läuft, dann geben wir dem Trainer die Schuld."
Quelle: t-online.de
Niederländer trifft kurz vor Abpfiff.
mehr zum FinaleEssens Rekordspieler lebte sogar im Stadion.
zur SerieNews: BVB heiß auf Bayerns Claudio Pizarro.
zum VideoWähle aus drei Treffern das Amateurtor der Woche!
zum VideoNews: BVB heiß auf Bayerns Claudio Pizarro.
zum VideoWähle aus drei Treffern das Amateurtor der Woche!
zum Video