09.11.2012, 16:25 Uhr | FUSSBALL.DE
Der Ball ruht: In Freiburg legen die Schiedsrichter am Wochenende eine besondere Spielpause ein. (Quelle: imago)
Die ungewöhnliche Pause soll auf einen akuten Mangel hinweisen. An jedem Wochenende fehlen im Fußball-Kreis Freiburg bei rund 50 Spielen im Aktiven- und Jugendbereich die Schiedsrichter. Ohne Mehrfacheinsätze der Unparteiischen wären es sogar doppelt so viel Begegnungen. Ein Missstand, dem die Freiburger mit einer besonderen Aktion entgegenwirken möchten.
Wie die "Badische Zeitung" berichtet, wird es am Wochenende daher in Spielen bei Frauen, Männern und A-Junioren kurz nach dem Anpfiff eine Unterbrechung geben - und die Schiedsrichter werden das Spielfeld verlassen. Die Vereine sollen in der Spielunterbrechung eine Erklärung zum Mangel an Unparteiischen verlesen. Nach fünf bis zehn Minuten Pause soll der Ball dann wieder rollen.
Der Fußball-Kreis will mit der besonderen Pause der Schiedsrichter also die Werbetrommel rühren. Denn setzt sich der Trend fort, so das Blatt, könnte das Szenario bald dauerhaft Realität werden. Gleich in welcher Klasse. Schon jetzt werden rund 3000 der insgesamt 10.000 Spiele im dem Bezirk nicht mit offiziellen Schiedsrichtern besetzt. Im Gegenzug steige die Zahl an Partien, die unter Vereinsleitung ausgetragen werden - also ohne neutralen Spielleiter.
Während dies bei Reservespielen von B-Ligisten schon ein gewohntes Bild sei, wäre vor allem der Jugendbereich immer mehr vom Schiedsrichtermangel betroffen. Daher appelliert der Bezirk Freiburg an seine Vereine dem Trend zu trotzen und mehr Unparteiische ausbilden zu lassen.
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"Ich bin es leid, immer nur darüber zu reden, der Bezirksfußball-Ausschuss will mit dieser Aktion ein Signal setzen", sagte Arno Heger, der selbst als Schiedsrichter aktiv war. Für den Bezirksvorsitzenden ist es wichtig, "dass die Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam wird. Und natürlich, dass in einem zweiten Schritt neue Schiedsrichter gewonnen werden können."
Die Gründe für den Mangel sind vielschichtig. Zum einen seien viele Unparteiische nach über 100 Einsätzen im Jahr nicht mehr einsatzbereit. "Zum anderen seien viele jüngere Schiedsrichter auch als Spieler aktiv", sagte Heger. Und schließlich ließ der Umgang mit den Schiedsrichter - sowohl von Außen als auch auf dem Platz - zu wünschen übrig. Auch auf dieses Problem soll die Aktion der Freiburger hinweisen.
Quelle: FUSSBALL.DE
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