16.01.2013, 12:01 Uhr | sid
Ausgerechnet Italien: Für sein entscheidendes Tor bei der WM 2002 gegen die Squadra Azzurra (links Francesco Totti) musste Ahn Jung-Hwan büßen. (Quelle: imago/Ulmer)
Das ging unter die Haut. Der frühere südkoreanische Nationalspieler Ahn Jung-Hwan hat während seiner Zeit beim italienischen Erstligisten AC Perugia angeblich zahlreiche Anfeindungen seiner Mitspieler ertragen müssen. Unter anderem habe ihn sein damaliger Teamkollege Marco Materazzi unangemessen behandelt.
"Er platzte in die Kabine herein und schrie mich an. Vor allen anderen sagte er, dass ich nach Knoblauch stinke", gestand der Ex-Duisburger Ahn (36) in einer südkoreanischen Talkshow.
Ahn hatte bei der WM 2002 mit seinem Golden Goal zum 2:1-Sieg ausgerechnet gegen Italien für das vorzeitige Aus der Squadra Azzurra gesorgt. Danach hatte Perugias Klubbesitzer Luciano Gaucci den Vertrag mit dem Stürmer aufgelöst. "Er kam zu mir und sagte, dass er niemandem Gehalt zahlen wolle, der den italienischen Fußball ruiniert habe", erklärte Ahn.
Schon vor seinem legendären Auftritt bei der WM-Endrunde hatte sich Ahn in Italien unfair behandelt gefühlt. "Auch wenn ich frei vor dem Tor stand, haben sie mir nie den Ball abgespielt. Auch nicht, als sie selbst in einer aussichtslosen Situation waren", sagte Ahn. Nach Stationen in Japan und Frankreich war Ahn 2006 für eine Spielzeit zum MSV Duisburg gewechselt, ehe er nach Asien zurückkehrte und seine Karriere 2011 beendete.
Quelle: sid
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