26.05.2010, 12:04 Uhr | GEMEINSAM FÜR AFRIKA
Mit Fußball mehr erreichen (Foto: Oxfam)Die Begeisterung für Fußball verbindet Menschen aller Kontinente. In vielen Hilfsprojekten von Gemeinsam für Afrika spielt Fußball eine wichtige Rolle. Denn: Fußball macht selbstbewusst und hilft, Konflikte zu überwinden.
Im Länderdreieck Sudan/Uganda/Kenia leben zahlreiche Gruppen nomadisierender Viehhirten, von denen die meisten miteinander verfeindet sind. Bewaffneter Viehdiebstahl gehört zum Alltag und ist seit langem Bestandteil der Kultur dieser Volksgruppen. Vor allem viele Jugendliche, die deshalb auch „Young Warriors“ genannt werden, nehmen an diesen Auseinandersetzungen teil, da erfolgreiche „Cattle Raids“ (Viehraub) hohes Ansehen und Anerkennung verschaffen. Mit den Mitteln des Fußballs leistet Gemeinsam für Afrika in dieser Region aktive Friedensarbeit. In Projekten wie „Peace and Sports Programme“ vermitteln wir jungen Kriegern neue und andere Möglichkeiten, sich selbst zu beweisen und Konflikte auch ohne Gewalt zu lösen. Mit Fußball bringen wir dabei verfeindete Gruppen zusammen und bilden die „Young Warriors“ zu „Sports Leader“ aus. Anstatt im blutigen Streit tragen sie ihre Kämpfe in fairen Fußballturnieren aus. Spielerisch lernen die jungen Männer, Misstrauen und Hass zu überwinden und Freundschaften über ethnische Grenzen hinweg zu schließen.
Kibera – der größte Slum Afrikas – gehört zu Kenias Hauptstadt Nairobi. Eine Million Menschen leben dort auf engstem Raum unter unvorstellbaren Bedingungen. Die Hütten sind aus Holz und Wellblech zusammengezimmert. In einem Raum leben oft bis zu 15 Menschen. Es gibt kein fließendes Wasser, keine Toiletten, keine Müllabfuhr. Die Gassen sind eng, in ihnen fließen Rinnsale aus Fäkalien und Regenwasser. Wer hier geboren wird, hat kaum Perspektive: jeder Zweite ist mit HIV infiziert, die durchschnittliche Lebenserwartung ist niedrig, der Kampf ums Überleben wird zum großen Teil durch Gewalt geführt.
Wer in diesem Slum Kindern und Jugendlichen helfen will, muss mehr geben als Nahrung und Kleidung: eine Perspektive. Und diese Perspektive bietet der Sport, genauer: der Fußball. In Programmen wie „Entwicklung durch Fußball“ bildet Gemeinsam für Afrika zusammen mit lokalen Partnerorganisationen Jugendliche in Kibera zu Streetworkern aus. Die Ausbildung zielt verstärkt auf Gesundheitsthemen, die von den „Peer Groups“ aktiv weitergegeben werden. Die Ausbildung stärkt dabei das Selbstbewusstsein und lässt die Jugendlichen zu einem wichtigen Teil der Gemeinschaft werden. Mit der Hilfe von Freiwilligen organisieren sie für die Slumbewohner Fußballturniere oder Musikevents und informieren Jugendliche dabei über Verhütung, Gesundheit und Umweltschutz. Mit diesem Projekt fördert Gemeinsam für Afrika bessere Lebensbedingungen für mehr als 10.000 Jugendliche.
Mehr Informationen zu den Projekten der Hilfsorganisationen von GEMEINSAM FÜR AFRIKA finden Sie auf der Homepage des Projektes
GEMEINSAM FÜR AFRIKA
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