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"Mittelfristiges Ziel ist ganz klar die 2. Bundesliga"

06.12.2012, 14:13 Uhr | dfb.de, FUSSBALL.DE

Peilt mit den Kickers den Klassenverbleib an: Guido Buchwald. (Quelle: imago\Eibner)

Peilt mit den Kickers den Klassenverbleib an: Guido Buchwald. (Quelle: Eibner/imago)

Ein Weltmeister in der 3. Liga: Guido Buchwald füllt beim Aufsteiger Stuttgarter Kickers aktuell gleich mehrere Positionen aus. Der 51 Jahre alte Ex-Profi und ehemalige Nationalspieler ist Interimstrainer, Sportlicher Leiter und Präsidiumsmitglied. Als Nachfolger von Aufstiegstrainer Dirk Schuster trainiert er vorübergehend die erste Mannschaft und ist gleichzeitig auf der Suche nach einem Nachfolger.

Als Spieler hat Buchwald fast alles gewonnen. Mit der deutschen Nationalmannschaft wurde er 1990 Weltmeister in Italien und hatte entscheidenden Anteil am Finalsieg gegen Argentinien (1:0), weil er Superstar Diego Maradona aus dem Spiel nahm. Mit dem VfB Stuttgart war Buchwald, der als einer der besten Defensivspieler der deutschen Fußballgeschichte gilt, zweimal Deutscher Meister. Auch als Trainer sammelte er in Japan bei den Urawa Red Diamonds mehrere Titel.

Im Interview spricht Guido Buchwald über das Profil des künftigen Kickers-Trainers, über die aktuelle Situation und die Perspektiven des ehemaligen Bundesligisten.

Frage: In zwei Partien haben Sie mit den Kickers vier Punkte geholt. Könnte Guido Buchwald als Trainer doch zur Dauerlösung werden?
Buchwald: Ein ganz klares Nein! Es hat jetzt kurzfristig gepasst, weil ich die Mannschaft kannte. Ich werde noch die nächsten Spiele machen und mich dann wieder auf meine Funktionärstätigkeit konzentrieren.

Warum ist es für Sie nicht möglich, in Doppelfunktion zu arbeiten?
Weil ich andere Prämissen habe. Ich bin Sportlicher Leiter und Präsidiumsmitglied. Das lässt sich schon zeitlich nicht auf Dauer mit dem Trainerjob vereinbaren.

Werden Sie denn noch vor der Winterpause einen neuen Trainer präsentieren?
Wir suchen bereits intensiv nach einem Nachfolger für Dirk Schuster, werden uns nicht mehr allzu viel Zeit damit lassen. Schließlich muss sich ein neuer Trainer einarbeiten und die Mannschaft kennen lernen. Es macht vor der Winterpause aber keinen Sinn mehr, einen neuen Trainer auf die Bank zu setzen. Denn jetzt müsste er sich innerhalb kürzester Zeit einen Überblick verschaffen.

Welche Eigenschaften muss der neue Trainer besitzen?
Er muss gut mit jungen Spielern arbeiten können und unsere Philosophie verinnerlichen. Das heißt, dass der Verein den Nachwuchs weiter fördern will, um Spieler aus den eigenen Reihen an die erste Mannschaft heranzuführen. Wir haben nicht das große Geld. Deshalb muss der Trainer in der Lage sein, die vorhandenen Mittel ganz gezielt einzusetzen.

War es besonders schwer, sich von Aufstiegstrainer Dirk Schuster zu trennen?
Das war in der Tat nicht einfach. Dirk Schuster hatte mit der Mannschaft großen Erfolg. Wir hatten die Lage vor seiner Entlassung genau analysiert, sind aber zu dem Schluss gekommen, dass wir für einen neuen Impuls sorgen müssen.

Was ist von der Mannschaft gefordert, um den Klassenverbleib zu schaffen?
Vor allem müssen wir die Anzahl der individuellen Fehler minimieren. Außerdem ist es entscheidend, dass die Mannschaft geschlossen auftritt. Dass sie es kann, hat sie unter anderem zu Saisonbeginn mehrfach unter Beweis gestellt.

Sie sind jetzt fast genau zwei Jahre bei den Stuttgarter Kickers tätig. Wie fällt Ihre Zwischenbilanz aus?
Durchweg positiv. Als ich angefangen habe, befand sich der Verein in einer schwierigen Situation. Die Mannschaft stand in der Regionalliga auf einem Mittelfeldplatz, was für mich unverständlich war. Qualität und Aufwand standen in keinem Verhältnis zum Tabellenplatz. Wir haben dann klare Ziele formuliert und den Verein auch finanziell auf einen guten Weg gebracht. Die vergangenen Monate waren zeitintensiv, haben aber großen Spaß gemacht.

Wird es in der Winterpause Verstärkungen geben?
Wir versuchen, die Mannschaft qualitativ zu verbessern und zu verändern. Dabei stehen uns - wie schon erwähnt - aber nur geringe finanzielle Mittel zur Verfügung.

Sollte der Verbleib in der 3. Liga gelingen: Wie sehen die mittelfristigen Ziele aus?
Als Aufsteiger geht es für uns in dieser Saison darum, drin zu bleiben. Sollte uns das gelingen, wollen wir in der folgenden Spielzeit sportlich und finanziell in ruhiges Fahrwasser kommen. Mittelfristiges Ziel ist ganz klar die 2. Bundesliga. Ich sehe sie als Zuhause der Kickers. Man muss sich nur die ewige Zweitliga-Tabelle anschauen, in der die Kickers immer noch Rang vier belegen.

Bis zur Winterpause treten die Kickers noch beim SV Wehen Wiesbaden (Samstag) und gegen den 1. FC Heidenheim (15. Dezember) an. Was rechnen Sie sich aus?
Wir wollen ungeschlagen bleiben und über dem Strich überwintern. Es wäre wichtig, mit einem positiven Gefühl in die Pause zu gehen.

Den Namen Guido Buchwald verbinden viele Fußballfans vor allem mit der WM 1990 und ihrer Leistung im Finale gegen Argentinien. Wie häufig werden Sie auf diese Partie angesprochen?
Im Alltag nicht so häufig. Immer wenn ein großes Turnier ansteht, wird das Interesse größer. Wir sind schließlich die bislang letzten deutschen Weltmeister. Dieser Titel ist das Größte, was ein Fußballer erreichen kann. Deutschland war bisher dreimal Sieger bei einer WM und ich bin stolz darauf, einmal dabei gewesen zu sein.

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrem Engagement in Japan?
Das war eine sehr lehrreiche Zeit und hat mir geholfen, meinen Horizont und meinen Erfahrungsschatz zu erweitern. Ich bin der Meinung, dass jede Erfahrung, die man sammelt, irgendwann einmal hilfreich sein kann.

Quelle: dfb.de, FUSSBALL.DE

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