16.01.2011, 16:59 Uhr | FUSSBALL.DE, dpa, sid
Soll in Hamburg bleiben: Ruud van Nistelrooy. (Foto: imago)
Ruud van Nistelrooy hat seinen Vertrag beim Hamburger SV bis zum 30. Juni 2011 zu erfüllen. Einem Comeback des niederländischen Torjägers bei dessen früherem Klub Real Madrid erteilte der Tabellen-Siebte der Bundesliga eine klare Absage. "Unsere Entscheidung steht: Er wird bleiben", sagte Bastian Reinhardt, Sportchef des HSV.
Erst vor einem Jahr hatte Real für van Nistelrooy keine Verwendung mehr. Der HSV griff zu - trotz des Risikos, das mit van Nistelrooys anhaltenden Kniebeschwerden nach mehreren Operationen verbunden war. Mit dem 1:0-Siegtreffer zum Rückrundenauftakt auf Schalke wies der Ex-Nationalspieler zuletzt nach, wie wertvoll er noch ist. Es war bereits der elfte Treffer van Nistelrooys im 26. Bundesligaspiel. Seine vor zwölf Monaten getätigte Ankündigung - "Ich will zeigen, dass ich noch einige Jahre auf sehr hohem Niveau spielen" - war nicht zu hoch gegriffen.
Diese Tatsache ist auch Real Madrid nicht verborgen geblieben. Mit der Verletzung des mittlerweile an der Bandscheibe operierten Gonzalo Higuain tat sich ein Vakuum im Sturmzentrum des spanischen Rekordmeisters auf. Dies gilt es schnell und zuverlässig zu schließen.
Bislang liegt dem HSV zwar noch kein offizielles Angebot vor. Doch der Tabellen-Zweite der Primera Division soll einen ablösefreien Wechsel anstreben. "Es wäre ein Novum im Profi-Fußball, wenn ein Verein sagt: Schenkt uns mal euren Spieler", sagte Hamburgs Vereinssprecher Jörn Wolf. Und Trainer Armin Veh ergänzte: "Das wäre ein herber Verlust, den wir uns im Prinzip nicht leisten können. Bei aller Liebe und allem Respekt vor Ruuds Gefühlen, die ich nachvollziehen kann, kann der Präsident ihn nicht einfach so gehen lassen."
Noch vor einem Jahr ließ Real van Nistelrooy einfach so gehen, schob ihn quasi ab. Der ausrangierte Star gab damals zu verstehen: "Es war eine tolle Zeit bei Real Madrid. Aber das ist jetzt abgeschlossen." Heute klingt das - mit Blick auf die HSV-Kollegen - so: "Eigentlich kann ich die Jungs nicht im Stich lassen. Aber es ist nicht irgendein Verein, es ist Real Madrid. Das ist der einzige Klub, der in meinem Kopf etwas ändern kann."
Das weiß auch deren Trainer José Mourinho, offiziell der derzeit beste der Welt. Er braucht schnell Hilfe, unkomplizierte und verlässliche. Bayerns Miroslav Klose war im Gespräch, Nelson Haedo Valdez von Aufsteiger Alicante und gar Frankfurts Theofanis Gekas. Aber nur van Nistelrooy stand dreieinhalb Jahre bei den Königlichen unter Vertrag, traf allein in der Liga 46 Mal, bräuchte keine Eingewöhnung. "Wenn es letztendlich Ruud wird, wäre ich sehr glücklich", sagte Mourinho. "Wir waren zeitgleich in England, ich kenne ihn als Spieler und als Menschen."
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Quelle: FUSSBALL.DE , dpa , sid
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