04.03.2013, 12:32 Uhr | FUSSBALL.DE, dpa
Zwischen Trainer Mirko Slomka (li.) und Jörg Schmadtke herrscht derzeit Funkstille. (Quelle: dpa)
Hannovers Clubchef Martin Kind hat Gespräche mit Mirko Slomka und Jörg Schmadtke über die fehlende Kommunikation von Trainer und Manager angekündigt. Er wolle versuchen herauszubekommen, wo die Probleme liegen, sagte Kind. Zuletzt hatte es Verstimmungen beim Bundesligisten gegeben, weil das Führungs-Duo fast nicht mehr miteinander redet und Trainer Slomka Mails bevorzugt.
"Ich halte diese Diskussion für völlig unsinnig", sagte der 96-Coach dazu im "NDR": "Die Zusammenarbeit ist nach wie vor genauso wie vorher." Slomka fügte an: "Wenn man mir einen Strick daraus drehen will, dass ich mal eine E-Mail geschrieben habe und mit dieser E-Mail auch verbunden habe, dass wir dringend einen gemeinsamen Gesprächstermin benötigen, um ein paar Dinge abzusprechen - das ist doch normal, dass man das macht."
Allerdings ist es gut möglich, dass die E-Mail noch immer ungelesen in Schmadtkes Posteingang verweilt, denn Schmadtke bekräftigte kürzlich die Eiszeit: "Ich kommuniziere mit ihm nicht über E-Mail."
Kind möchte diese Blockade nun lösen, bevor diese zu eskalieren droht. "Die Themen sind ja eher undramatisch", glaubt er. Aus vielen Kleinigkeiten scheint jedoch eine Barriere gewachsen zu sein. Slomka ärgerte sich zuletzt, dass seine Wunschspieler nicht verpflichtet wurden und stichelte gegen Schmadtke aufgrund des Franca-Transfers. Man hatte sich in der Körpergröße des Brasilianers getäuscht.
"Wenn einer von beiden denkt, er steht allein für den Erfolg, täuscht er sich. Sie stehen nur zusammen für den Erfolg", sagte Kind. Sollte die Spannung zwischen Trainer und Manager jedoch eskalieren, könnte sich Hannover von einem der beiden trennen.
Kind betonte allerdings, dass Schmadtke in Sachen Transfers - also Spieler und Trainer - als Sportchef die letzte Entscheidung treffe.
Quelle: FUSSBALL.DE, dpa
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