15.12.2011, 21:00 Uhr
Hannovers Konstantin Rausch (li.) jubelt nach seinem Treffer zum 1:0 mit Didier Ya Konan. (Quelle: dapd)
Hannover 96 bleibt in der Europa League vor heimischer Kulisse ohne Niederlage. Die Niedersachsen setzten sich im letzten Spiel der Gruppe B mit einem B-Team mit 3:1 (2:1) gegen den ukrainischen Vertreter Vorskla Poltava durch und feierten damit den höchsten Europapokalsieg der Vereinsgeschichte.
Torhüter Markus Miller, der nach überstandenem Burn-out-Syndrom zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz kam, verlebte einen weitgehend ruhigen Abend. Konstantin Rausch war für die Platzherren mit einem Flachschuss aus 22 Metern in der 24. Minute erfolgreich. Neun Minuten später erhöhte Didier Ya Konan mit einem abgefälschten Schuss auf 2:0. Roman Besus verkürzte für Vorskla in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit per Foulelfmeter auf 1:2, ehe Artur Sobiech (78.) für 96 alles klar machte. Zuvor war Rausch mit einem Foulelfmeter an Gästetorwart Sergej Dolganski (57.) gescheitert.
Die Gastgeber waren als Gruppenzweiter hinter Standard Lüttich bereits für die Zwischenrunde qualifiziert, Poltava als Tabellenletzter vorzeitig ausgeschieden. Vor 42.000 Zuschauern spielte sich das Geschehen insbesondere vor dem Seitenwechsel überwiegend zwischen den Strafräumen ab, spannende Torszenen hatten absoluten Seltenheitswert.
Die größte Chance eröffnete sich dem ehemaligen ukrainischen Pokalsieger schon nach 90 Sekunden, doch Torjäger Ahmed Januzi war von seiner guten Schussposition derart überrascht, dass er über seine eigenen Beine stolperte und 96-Torhüter Miller vor die Füße fiel. Der Keeper der Norddeutschen war nicht der einzige Akteur aus dem zweiten Glied, dem Trainer Mirko Slomka Spielpraxis verschaffte. So stand der Schweizer Mario Eggimann für Karim Haggui in der Innenverteidigung, Artur Sobiech und Ya Konan vertraten in der Offensive Mohammed Abdellaoue und Jan Schlaudraff.
In der zweiten Halbzeit verflachte die ohnehin mäßige Partie zusehends. Die Hannoveraner machten aus ihrer technischen Überlegenheit zu wenig, gefährlich wurde es eigentlich nur bei Distanzschüssen. Nach exakt einer Stunde verfehlte Sergio Pinto das Tor nur denkbar knapp.
In Hannover hofft man nun bei der Auslosung für die nächsten Runde (Freitag ab 12.45 Uhr im FUSSBALL.DE Live-Ticker) auf einen attraktiven Gegner. Möglich wären unter anderem Englands Rekordmeister Manchester United, dessen Lokalrivale Manchester City sowie der FC Valencia. "Ich würde uns gern bei ManU in Old Trafford sehen", sagte 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke. Am 16. Februar hat Hannover zunächst Heimrecht, das Rückspiel wird am 23. Februar ausgetragen.
Quelle: sid
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