17.09.2011, 15:11 Uhr
Unbelehrbare zünden im Block des FC Hansa Rostock Pyrotechnik. (Foto: dapd)
Hansa Rostock bekommt sein größtes Problem einfach nicht in den Griff. Die "Fans" des Zweitliga-Aufsteigers missachteten beim 1:4 bei Eintracht Frankfurt jegliche vereinsinterne Absprachen und brannten hemmungslos ihr Feuerwerk auf den Rängen ab. "Sie sind einfach unbelehrbar, trotz aller Versprechungen. Ich kann mich dafür nur entschuldigen", sagte Trainer Peter Vollmann. Im NDR 1 Radio MV wurde der 53-Jährige noch deutlicher: "Ich schäme mich dafür, ja."
Der Hansa-Vorstand verurteilte in einer noch am Abend nach der Partie des achten Spieltags der 2. Bundesliga veröffentlichten Presseerklärung die Vorkommnisse vor Beginn der zweiten Halbzeit, als im Hansa-Block Leuchtfackeln und Rauchtöpfe abgebrannt sowie Leuchtspuren und Böller abgefeuert worden waren. Die zweite Hälfte war deshalb erst mit Verspätung angepfiffen worden.
"Wir werden die zuständigen Behörden in vollem Umfang bei der Aufklärung und Strafverfolgung mit aller Konsequenz und den dafür nötigen Mitteln unterstützen", schrieb Vorstandschef Bernd Hofmann. Die Fans, die dafür verantwortlich seien, würden leider vergessen, "welchen Schaden sie mit dem Einsatz von Pyrotechnik ihrem Verein zufügen und welcher Gefahr sie andere Menschen aussetzen."
Bei Ausschreitungen nach dem Spiel nahm die Polizei 24 Fans zur Feststellung der Personalien in Gewahrsam. Wie die Polizei mitteilte, waren Anhänger beider Vereine aufeinander losgegangen. Auch Feuerwerkskörper seien geflogen. Mit einem Großaufgebot hätten die Einsatzkräfte beide Seiten getrennt. Dabei seien auch Schlagstöcke und Pfefferspray eingesetzt worden. Schon vor Spielbeginn hatten Fans versucht, Polizeifahrzeuge in Brand zu stecken. Bislang geht die Polizei von einem verletzten Eintracht-Anhänger aus.
Quelle: dpa , sid
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