16.12.2011, 19:51 Uhr | FUSSBALL.DE, dapd
Überraschungsmannschaft SC Paderborn (hinten: Christian Strohdiek) bringt Überraschungs-Herbstmeister Fortuna Düsseldorf (vorne: Andreas Lambertz) ins Stoplern. (Quelle: dpa)
Der hoch unterhaltsame Auftakt des 19. Spieltags der 2. Bundesliga bot den Fans in drei Partien zwölf Tore - und die erste Niederlage für Tabellenführer Fortuna Düsseldorf. Im Duell der Überraschungs-Mannschaften unterlag der Herbstmeister dem Tabellen-Fünften aus Paderborn mit 2:3 (0:1). Diesen Patzer nutzte die SpVgg Greuther Fürth grandios aus. Das 5:0 (3:0) der Kleeblätter über Union Berlin verkürzte den Rückstand auf Düsseldorf auf zwei Punkte. Im Abstiegskampf trennten sich der FC Erzgebirge Aue und der FC Ingolstadt 1:1 (0:1) unentschieden.
Mit ihrer Heimniederlage waren die Erzgebirgler aber nicht alleine. Die Paderborner Nick Proschwitz (38.), Alban Meha (60.) und Florian Mohr (73.) sorgten für die erste Schlappe der Düsseldorfer Fortuna in der laufenden Saison. Die Tore von Juanan (56.) und Ranisav Jovanovic (75.) verhinderten das historische Ereignis nicht. Zuletzt hatte der Europapokalfinalist von 1979 am 27. September 2010 daheim verloren (0:1 gegen den VfL Bochum). Paderborn schob sich in der Tabelle vorläufig am FC St. Pauli vorbei auf Rang vier, ist jetzt 15 Mal nacheinander unbesiegt.
Fünf Punkte dahinter, auf Platz sechs, verharrt der 1. FC Union Berlin. Fünf Gegentore in Fürth waren nicht dazu angetan, den Rückstand auf Pauli zu verkürzen. Die Tore von Christopher Nöthe (2., 23.) Stephan Schröck (64.) und Bernd Nehrig (71.) zeugten von der Fürther Spielfreude. Dazu kam ein Eigentor des Berliner Innenverteidigers Ahmed Reda Madouni (10.). Nach vier Siegen aus den jüngsten fünf Vergleichen, von denen keiner verloren ging, kassierte Union seine höchste Saisonschlappe.
In Aue rettete Jan Hochscheidt sechs Minuten vor Toreschluss ein Remis für die Gastgeber. Seit der 22. Minute hatte der bekannt torgefährliche Kapitän der Ingolstädter, Ex-Bayer Stefan Leitl, die Hoffnung der Gäste auf den zweiten Sieg nacheinander genährt. So bleiben sie auf dem Relegationsplatz zur 3. Liga.
Nach dem Spiel kam es zu turbulenten Szenen zwischen Spielern und Trainern beider Teams. Aues Coach Rico Schmitt hatte nach dem Ausgleich eine abfällige Geste in Richtung seines Kollegen Tomas Oral gemacht. Zwei Minuten vor Schluss wurde Schmitt wegen einer Geste gegenüber Schiedsrichter Martin Petersen dann auch noch auf die Tribüne verbannt. Nach Schlusspfiff ging das Oral auf Schmitt los, als dieser von der Tribüne kam. Das löste ein wildes Handgemenge zwischen Spielern beider Teams aus.
Quelle: FUSSBALL.DE, dapd
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