05.12.2011, 10:35 Uhr
Mit Thorsten Fink und Paolo Guerrero ist der HSV zurück in der Erfolgsspur. (Quelle: imago)
Der sportliche Aufschwung beim Hamburger SV unter Trainer Thorsten Fink hält an. Durch einen verdienten 2:0 (1:0)-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg durch Tore von Paolo Guerrero (23.) und Marcell Jansen (63.) verbesserten sich die Hanseaten vom 15. auf den elften Tabellenplatz und bleiben unter ihrem neuen Coach auch nach sieben Pflichtspielen weiterhin ungeschlagen.
Fink übte trotz des zweiten Heimsiegs seiner Elf hintereinander Kritik. "Wir haben verdient gewonnen, weil wir die Tore gemacht haben. Aber mit unserer Leistung bin ich überhaupt nicht zufrieden, bei Hannover 96 haben wir viel besser gespielt. Das Wichtigste für mich war am Sieg gegen Nürnberg, dass wir Effektivität bewiesen haben", sagte der Ex-Profi. Im Gegensatz zu den ersten Wochen der Saison zeichnet die Hamburger etwas aus, an das sie selber nicht mehr zu glauben schienen, nachdem aus den ersten sechs Partien nur ein Punkt herausgesprungen war. Das Selbstvertrauen ist zurück, die Mannschaft gewinnt Spiele, ohne überlegen aufzutreten. Der Trainer kennt einen weiteren Grund: "Wenn wir nicht die individuelle Klasse hätten, würden wir so ein Spiel nicht gewinnen", sagte Fink nach dem Sieg gegen Nürnberg.
Unter dem neuen Trainer steht der HSV defensiv stabiler als zu Saisonbeginn. Das Offensiv-Spiel wirkt lebendiger, da Jansen, Gökhan Töre oder auch Paolo Guerrero sich von Spiel zu Spiel steigern. Demnächst darf auch Mladen Petric nach seiner Verletzung wieder mitwirken. Der Trend mit zehn Punkten aus sechs Punktspielen ist positiv. Fink redete seine Mannschaft bereits am ersten Tag an neuer Wirkungsstätte stark, als er ausschloss, mit dem HSV gegen den Abstieg spielen zu müssen. "Es hat sich einiges getan. Wir haben uns das Glück vielleicht erarbeitet", sagte Torschütze Jansen. Bei zwei ausstehenden Spielen vor der Winterpause beim FSV Mainz 05 und gegen den FC Augsburg hat der Klub das gesicherte Mittelfeld vor Augen. Bei Finks Amtsantritt war Hamburg Tabellenletzter. Holt der HSV vor Weihnachten sechs Punkte, rückt sogar Europapokal-Platz sechs in Reichweite, der aktuelle Abstand beträgt immerhin nur acht Zähler.
Bei der Trainersuche im Oktober gab Sportdirektor Frank Arnesen keine glückliche Figur ab und präsentierte erst nach langem Hin und Her den neuen Mann. Seine damalig Einschätzung scheint sich jedoch zu bestätigen und der Kampf um Fink gelohnt zu haben. "Mit der Verpflichtung von Fink haben wir ein großes Spiel gewonnen."
Quelle: t-online.de , sid
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