11.01.2012, 13:00 Uhr
Der neue Trainer hat hohe Ziele. Seitdem Thorsten Fink den Hamburger SV übernommen hat, ging es stetig bergauf: In der Bundesliga ist der HSV seit acht Spielen ungeschlagen, unter Fink kletterte das Team vom letzten auf den 13. Tabellenplatz. Für Fink ist das jedoch noch lange nicht genug: "Das Zwischenfazit ist positiv, aber damit gebe ich mich nicht zufrieden. Ich bin kein Typ, der im Mittelfeld herumdümpelt. Wir wollen weiter nach oben, ganz klar", sagte der Trainer gegenüber der "Welt".
Im Vordergrund stehe natürlich der Klassenerhalt, intern wird aber schon an den Plänen und Zielen der nächsten Saison gearbeitet: "Ich wünsche mir, dass wir uns in der Rückrunde stabilisieren, um dann in der Saison 2012/2013 richtig angreifen zu können", sagte Vorstandschef Carl-Edgar Jarchow, der optimistisch "Platz eins bis sechs" als Ziel ausgibt.
Finks ehemaliger Klub der FC Basel trifft im Achtelfinale der Champions League auf den FC Bayern. Solche Spiele möchte Fink auch mit dem HSV erleben: "Mittelfristig wollen wir in die Champions League!“ Sportdirektor Frank Arnesen sieht es sogar als Verpflichtung an, einen Traditionsverein wie den HSV im Europapokal zu etablieren: "Das muss ganz einfach unser Anspruch sein."
Mit dem aktuellen Kader die Champions League zu erreichen ist allerdings utopisch. Das weiß auch Fink, der vehement Verstärkungen fordert: "Ich habe von Anfang an gesagt, dass unser Aufgebot stark genug ist, sich aus dem unteren Tabellendrittel zu befreien. Aber wenn wir so richtig Fahrt aufnehmen wollen, dann müssen wir uns auf der einen oder anderen Position gezielt verstärken."
Der HSV will endlich wieder an die glorreichen alten Zeiten anknüpfen. Der Optimismus ist spürbar, Thorsten Fink genießt bei den Spielern hohe Anerkennung. "Unser Trainer hat eine klare Vorstellung davon, was er auf dem Platz sehen will. Das ist selten", lobt Kapitän Heiko Westermann, der sich sicher ist, dass in Hamburg "etwas Großes" entstehe. Westermann glaubt fest an eine erfolgreiche Zukunft: "Mit dem HSV ist wieder zu rechnen. Wir setzen uns die höchsten Ziele." Er ist offensichtlich nicht der einzige in Hamburg, der diese Meinung vertritt.
Quelle: FUSSBALL.DE
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