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Wiese als Sinnbild für die Hoffenheimer Talfahrt

28.10.2012, 11:37 Uhr | moe, FUSSBALL.DE, dpa

Tim Wiese ist ratlos. (Quelle: dpa)

Tim Wiese ist ratlos. (Quelle: dpa)

Die Nerven bei der TSG 1899 Hoffenheim liegen blank: Erst trat Mittelfeldspieler Daniel Williams fast ein Loch in die Kabinentür, dann prügelte Manager Andreas Müller verbal auf die Mannschaft ein. "Ob ich enttäuscht bin? Ich habe Frust. Mainz läuft mehr, Mainz sprintet mehr, Mainz zeigt mehr Willen und hat mehr Torschüsse - soll ich noch fünf weitere Dinge aufzählen? Dieses Zweikampfverhalten reicht nicht für die Bundesliga", polterte Müller nach dem 0:3 (0:1) seiner TSG beim 1. FSV Mainz 05. Nur noch zwei Punkte trennen die Kraichgauer jetzt vom Tabellenende.

Ein Sinnbild für die Krise der Hoffenheimer ist derzeit Torwart Tim Wiese. Auch im zweiten Spiel nach seiner Adduktorenverletzung musste der Ex-Nationalkeeper drei Mal hinter sich greifen. Die Kritik am 1899-Kapitän wächst mit jedem Gegentreffer, den er kassiert, und das sind mittlerweile stattliche 21 in sechs Pflichtspielen - eine beängstigende Bilanz.

Auf den ersten Blick war Wiese bei allen drei Treffern des Mainzers Adam Szalai machtlos, doch LIGA total!-Experte Thomas Strunz spricht den 30-Jährigen nicht frei von Schuld: "Tim Wiese strahlt keine Sicherheit auf die Mannschaft aus – jeder Schuss ist ein Treffer!"

Strunz fordert Torwartwechsel

"Vielleicht denkt Markus Babbel mal über einen Torwartwechsel nach", fordert Strunz sogar die Degradierung des Stammtorhüters. Der 20-jährige Ersatzkeeper Koen Casteels hatte Wiese während dessen Verletzung vertreten. Seine Bilanz: drei Gegentore in vier Spielen. Außerdem holte Hoffenheim mit Casteels im Tor sieben der bislang acht Saisonzähler.

Sichtlich angefressen von der anhaltenden Kritik präsentierte sich der sonst so extrovertierte Wiese nach dem Spiel der Presse. "Glauben Sie, dass ich kein Selbstbewusstsein habe? Da lache ich mich doch kaputt", sagte der laut Statistik derzeit schwächste Bundesliga-Torhüter bei LIGA total!.

Wiese fehlt die ordnende Hand

Manch einem Hoffenheim-Anhänger mag das Lachen beim Anblick des Auftritts seiner Mannschaft aber im Hals stecken geblieben sein. Vorne wurden beste Chancen fahrlässig verschenkt und die Defensive glich dem so oft zitierten Hühnerhaufen. Bei Treffer Nummer eins und drei stimmte die Zuordnung überhaupt nicht, so dass Szalai jeweils unbehindert einköpfen konnte. Auch das zweite Gegentor Sekunden nach Wiederanpfiff entstand durch einen unglücklichen Klärungsversuch von Jannik Vestergaard.

Marvin Compper brachte es nach Abpfiff auf den Punkt. "Es kotzt mich an, wie wir die Tore bekommen", sagte der Ex-Nationalspieler bei sky. In letzter Instanz war kein Ball, der zu einem Gegentor führte, haltbar. Fehler wurden bereits vorher gemacht und genau hier muss sich Wiese Kritik gefallen lassen. Er wurde geholt, um der Defensive als Kapitän und international erfahrener Torwart mehr Ordnung und Stabilität zu verleihen, doch den Beweis dieser Qualität blieb er im Kraichgau bislang schuldig.

Seine unbestrittenen Stärken auf der Linie und im Eins gegen Eins hat Wiese auch in Mainz mehrfach unter Beweis gestellt, doch sein Einfluss auf die Vordermänner geht gefühlt gegen Null. Und Wiese vermittelt nicht den Eindruck, als wüsste er, wo er ansetzen muss. "Wir machen einfach dumme Fehler. Da wird die Zuteilung nicht angenommen, wir sind nicht bei den Leuten. Das verstehe ich nicht", zeigte sich der Ex-Bremer nach Abpfiff ratlos. Nicht die beste Voraussetzung für den anstehenden Abstiegskampf.

Quelle: moe, FUSSBALL.DE, dpa

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