15.06.2009, 10:21 Uhr
Selbstbewusst: Zeigt Mario Gomez auch im FCB-Trikot Topleistungen? (Foto: imago)Er besitzt die teuersten Beine der Bundesliga - Bayern Münchens 35-Millionen-Einkauf Mario Gomez. Der 23-jährige Stürmer soll den deutschen Rekordmeister in der kommenden Saison mit vielen Toren wieder zu Titeln schießen, so jedenfalls der Plan der Bayern-Führung. "Dieser Transfer war am wichtigsten", sagte selbst Manager Uli Hoeneß im kicker mit Blick auf den Neuanfang nach dem gescheiterten Klinsmann-Projekt.
Aktuell Weitere Meldungen aus der Bundesliga
Zum DurchklickenAlle Transfers und Gerüchte der Bundesliga
"Dem perfekten Stürmer sehr nahe"
Gomez soll also nichts mehr als den FC Bayern retten - eine wahrlich große Last, die da auf den Schultern des jungen Nationalspielers liegt. Eine Investition, die ein gewisses Risiko birgt. Nun muss Gomez, der von seinem Stuttgarter Ex-Coach Markus Babbel als "dem perfekten Stürmer sehr nahe" bezeichnet wird, beweisen, dass er die vielen Euro wert ist, die Hoeneß und Co. für ihn in die Hand genommen haben. Und das geht am besten durch Tore.
Franck Ribéry Transfer zu Real Madrid auf Eis
Transfer Braafheid kommt zum FC Bayern
Kritik Löw übt Trainer-Schelte
Mehr Vorteile bei den Bayern?
Tore hat Gomez bei seinem alten Klub VfB Stuttgart aus allen Lagen erzielt, 24 alleine in der letzten Saison. Bei den Schwaben gab er meist den Alleinunterhalter im Sturm und zeichnete sich dadurch aus, dass er jedem Ball im gegnerischen Strafraum nachging und sich durch seine Schnelligkeit meist den entscheidenden Vorteil gegenüber dem Abwehrspieler verschaffte. Der ehemalige Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld glaubt, dass diese Fähigkeiten in München noch stärker zum Tragen kommen. Durch das zumeist von der Offensive dominierte Spiel der Bayern, so der Schweizer Nationaltrainer im kicker, würden sich die Chancen für Gomez häufen, "und dann liegt es am Spieler selbst".
Machtwort Beckenbauer will in Sachen Ribéry Klarheit
Konkurrenzkampf in München
Die Konkurrenz im Bayern-Sturm ist groß. Neben dem alteingesessenen Miroslav Klose, Neueinkauf Ivica Olic und Weltmeister Luca Toni wird Gomez seinen Platz behaupten müssen. Macht er nicht alles falsch, dürfte ihm das auch gelingen. Der neue Trainer Louis van Gaal wird Gomez mit an hundert Prozent grenzender Wahrscheinlichkeit einen Stammplatz zu Saisonbeginn zuteilen - schon alleine, weil Toni in der abgelaufenen Spielzeit nicht überzeugte. Babbel glaubt an die Fähigkeiten seines ehemaligen Schützlings und ist sicher, dass er seine Chance in München nutzen wird, weil "Mario sehr lernbegierig ist und unter van Gaal sicher sehr gut geschult wird."
TransferPranjic kommt aus Heerenveen zum FC Bayern
Podolski als mahnendes Beispiel
Die Voraussetzungen sind also bestens, - doch das waren sie bei Lukas Podolski auch. Das Scheitern von Gomez' Nationalmannschaftskollegen im Bayern-Trikot zeigt, dass selbst scheinbar beste Aussichten manchmal täuschen können. Zehn Millionen haben die Bayern 2006 an den 1. FC Köln überwiesen. Eine Ausgabe, die für einen hochtalentierten, jungen Nationalstürmer mit Spielwitz und Potenzial nach oben nicht zu hoch schien. Das Ergebnis ist bekannt: Podolski kehrt in diesem Sommer nach drei Jahren ohne Stammplatz für die selbe Summe nach Köln zurück und wird nur ungern auf seine Zeit an der Isar zurückblicken.
t-online.de
Michael Sziedat geht mit Preetz hart ins Gericht.
mehr zu Hertha BSCAmateurtor der Woche: Wähle aus drei Treffern!
zum Voting-VideoDer Europa-League-Sieger sorgt für ein Highlight.
zum VideoDer Europa-League-Sieger sorgt für ein Highlight.
zum Video