08.11.2012, 19:34 Uhr | sid
Verlässt Klaus Allofs (re.) Bremen in Richtung Wolfsburg? (Quelle: imago)
Die Nachricht schlug hohe Wellen. Am Donnerstagmittag vermeldete die Nachrichtenagentur dpa, Klaus Allofs stehe vor einem Wechsel zum VfL Wolfsburg. Der Bundesligist befinde sich in weit fortgeschrittenen Gesprächen mit dem aktuellen Geschäftsführer des Ligakonkurrenten Werder Bremen Der 55-Jährige solle den beim VfL den entlassenen Felix Magath beerben. Zunächst hieß es von Allofs auf Nachfrage der "Welt" nur: "Kein Kommentar!" Nun klingt das schon anders.
"Mir liegt kein Angebot des VfL Wolfsburg vor", sagte der 55 Jahre alte Manager der dpa am späten Nachmittag. "Es hat auch keine Gespräche gegeben. Also muss ich mich mit dem Thema nicht beschäftigen." Der langjährige Allofs-Freund und Werder-Trainer Thomas Schaaf hielt sich nach dem Training mit einer Aussage aber vorsichtig zurück: "Dazu gibt es generell keine Aussagen von mir."
Ist alles also nur eine Ente? Bleibt Allofs, der in Bremen noch einen Vertrag bis 2015 besitzt, doch bei Werder? Die "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung" will erfahren haben, dass zwischen VfL und Allofs längst Einigkeit besteht, einzig die Vertragsunterschrift fehle noch. Ein namentlich nicht genannter Bremer Vereinsverantwortlicher wird in der "Welt" wie folgt zitiert: "Wir werden Allofs keine Steine in den Weg legen, wenn er gehen möchte."
Beim VfL Wolfsburg wollte man eine mögliche Verpflichtung des ehemaligen Nationalspielers weder bestätigen noch dementieren. "Namen werden wir konkret nicht kommentieren. Aber Klaus Allofs würde aufgrund seiner Fähigkeiten als Manager jedem Klub gut zu Gesicht stehen", sagte Stephan Grühsem, Generalbevollmächtigter der Volkswagen AG und Aufsichtsratsmitglied beim VfL.
In Bremen bleibt man nach außen hin auf jeden Fall noch ruhig. "Wir wissen in den Geschäftsführung nichts davon", sagte Klaus-Dieter Fischer der "Kreiszeitung Syke". "Und bei dem Verhältnis, das wir miteinander pflegen, wüssten wir so etwas." Fischer ist Präsident des Stammvereins und in der GmbH & Co KGaA neben Allofs Geschäftsführer.
Allofs leitet seit 13 Jahren die Geschicke bei Werder. Seine Arbeit wurde dort aber zuletzt auch kritisch betrachtet, da der Klub im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust von 13,9 Millionen Euro zu verzeichnen hatte. Wegen der Finanzpolitik gab es auch Unstimmigkeiten mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Willi Lemke.
Quelle: sid
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