16.05.2009, 21:39 Uhr
Die Koblenzer Goran Sukalo und Branimir Bajic (re.) im Zweikampf mit Morike Sako. (Foto: dpa)Die TuS Koblenz hat sich im letzten Heimspiel der Saison Luft im Abstiegskampf verschafft. Die Mannschaft von Uwe Rapolder setzte sich vor 12.000 Zuschauern im Stadion Oberwerth mit 2:1 (2:1) gegen den FC St. Pauli durch und hat den Verbleib in Liga zwei so weiter selbst in der Hand. Goran Sukalo (1.) und Fatmir Vata (37.) trafen für die Hausherren, Marius Ebbers (31.) sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Allerdings droht den Koblenzern wieder einmal Ärger. Weil Rapolder 21 Minuten vor dem Ende den Finnen Njazi Kuqi einwechseln wollte, obwohl dieser nicht auf dem offiziellen Spielberichtsbogen stand, könnte die Partie noch ein Nachspiel haben.
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DFB prüft Wechselfehler
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erklärte am Sonntagabend, den Fall prüfen zu wollen. "Eine erste Beurteilung des Falles ist aber erst am Montag möglich, nach der Auswertung des Schiedsrichterberichtes", sagte DFB-Mediendirektor Harald Stenger. Rapolder rechnet indes nicht mit Nachteilen für seinen Club. "Ich gehe davon aus, dass das keine Konsequenzen hat", sagte der TuS-Coach, der den Vorfall im Pay-TV- Sender Premiere aber als "amateurhaft" bezeichnete. Schiedsrichter Manuel Gräfe wollte sich nach dem Spiel nicht weiter äußern, kündigte jedoch an, einen Sonderbericht anzufertigen. Im schlimmsten Fall droht der TuS, die wegen Täuschung im Lizenzierungsverfahren bereits mit einem Drei-Punkte-Abzug in die Saison gestartet war, erneut der Verlust von drei Zählern, was den Absturz auf den Relegationsplatz zur Folge hätte. Vielleicht kommen die Koblenzer aber auch mit einer Geldstrafe davon. Rapolder wechselte nach einem Hinweis des Schiedsrichter-Assistenten Manuel Fischer für Vata ein. Da Kuqi jedoch bereits das Feld betreten hatte, lag ein Wechselfehler vor.
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Temporeiche erste Spielhälfte
Koblenz gelang ein Auftakt nach Maß. Mit der ersten Offensivaktion ging die TuS in Führung. Nach einer Hereingabe von Zoltan Stieber köpfte Goran Sukalo (1.) den Ball aus zehn Metern ins linke Toreck. In der Folgezeit entwickelte sich eine temporeiche Partie mit Torchancen auf beiden Seiten. Der FC St. Pauli tauchte nach neun Spielminuten erstmals gefährlich vor dem Tor der Gastgeber auf. Timo Schultz scheiterte mit seinem Schuss aus zwölf Metern jedoch am reaktionsstarken Marcus Rickert. Auch Morike Sako (26.) konnte den gegnerischen Schlussmann im Eins-gegen-Eins aus 14 Metern per Flachschuss nicht bezwingen. Sturmpartner Marius Ebbers machte es in der 31. Spielminute besser: Nach Steilpass von Alexander Ludwig versenkte der Angreifer den Ball aus 18 Metern im rechten Toreck. Koblenz zeigte sich wenig geschockt und ging durch Fatmir Vata (37.), der einen 25-m-Freistoß unhaltbar ins rechte Toreck zirkelte, erneut in Führung.
32. SpieltagAachen darf träumen
Torchancen im zweiten Spielabschnitt Mangelware
Im zweiten Spielabschnitt ließen beide Mannschaften den letzten Offensivdrang vermissen. Koblenz konzentrierte sich weitestgehend auf die Verteidigung und verwaltete den knappen 2:1-Vorsprung. Der FC St. Pauli bestimmte über weite Strecken die Partie, erspielte sich aber kaum Torchancen. Lediglich ein Freistoß von Alexander Ludwig (67.) sorgte noch einmal für Torgefahr. Der Mittelfeldspieler verfehlte aus 20 Metern nur knapp das rechte Toreck. Koblenz kam durch Goran Sukalo (76.) und Manuel Fischer (82.) noch zu zwei guten Kontergelegenheiten, ließ die mögliche Vorentscheidung jedoch ungenutzt.
Der 33. Spieltag | ||||
Hansa Rostock | - | 1. FC Nürnberg | 0:0 | |
1. FC Kaiserslautern | - | MSV Duisburg | 3:5 | |
SpVgg Greuther Fürth | - | FSV Mainz 05 | 0:2 | |
Rot-Weiß Oberhausen | - | SC Freiburg | 1:0 | |
TSV 1860 München | - | Alemannia Aachen | 1:1 | |
FC Augsburg | - | Wehen Wiesbaden | 1:1 | |
TuS Koblenz | - | FC St. Pauli | 2:1 | |
VfL Osnabrück | - | Rot Weiss Ahlen | 2:2 | |
FSV Frankfurt | - | FC Ingolstadt | 1:1 |
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Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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