21.06.2011, 10:45 Uhr
Die "Flucht" von der Nationalmannschaft vor gut drei Jahren hängt ihm immer noch nach: Selbstkritisch blickt Kevin Kuranyi auf seine bisherige Karriere zurück. "Ich habe Fehler gemacht und viel Spott eingesteckt. Ich bereue das und habe daraus gelernt", sagte der Stürmer vom russischen Erstligisten Dynamo Moskau im Interview mit dem Fußballmagazin "11 Freunde".
Es sei nicht seine Art, vor unangenehmen Dingen wegzulaufen. "Das bin ich nur einmal, als ich im Oktober 2008 in Dortmund die Nationalmannschaft verlassen habe", sagte der 29-jährige Stürmer weiter, der seither nicht mehr für die DFB-Auswahl nominiert worden ist. "Für diesen Fehler bin ich mittlerweile wirklich hart genug bestraft worden."
In Moskau fühlt sich der ehemalige Angreifer von Schalke 04 pudelwohl, auch wenn er sich an einige ungewöhnliche Gepflogenheiten gewöhnen musste. "Der Präsident von Dynamo kam vor dem ersten Training in die Kabine und kündigte Schusstraining an. Dann wurden wir mit dem Bus auf ein Militärgelände gefahren, dort drückte mir ein Soldat eine echte Kalaschnikow in die Hand, zeigte auf eine Zielscheibe und ich habe abgedrückt", berichtete Kuranyi.
Beunruhigt hat der Vorfall den 52-maligen Nationalspieler aber nicht: "Dieses Ritual ist Teil der Dynamo-Tradition, dem hätte ich mich nicht entziehen können. Wir waren ja auf einem Militärgelände, im Alltag sieht man hier niemanden mit einer Pistole herumlaufen."
Quelle: sid
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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