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Rene Adler blickt in eine ungewisse Zukunft

02.12.2011, 10:42 Uhr | sid

Rene Adler blickt in eine ungewisse Zukunft.  (Quelle: imago)

Rene Adler blickt in eine ungewisse Zukunft. (Quelle: imago)

Noch vor kurzem wurde Rene Adler als Nummer eins der deutschen Nationalmannschaft gefeiert, jetzt steht er auf dem Abstellgleis. Zuerst verlor er seinen Stammplatz im DFB-Tor, anschließend sogar bei seinem Klub Bayer Leverkusen. Spätestens seit der Verpflichtung von Bernd Leno als neue Nummer eins bei den Rheinländern ist klar: Adler steht vor dem Abflug. Wann oder wohin nach zehn Jahren in Leverkusen? Das steht in den Sternen.

Es ist nicht gerade die Sonnenseite eines Fußball-Profis, die der 26-Jährige derzeit erlebt. Eine Serie von Verletzungen wie ein Rippenbruch, der ihn die Teilnahme an der WM in Südafrika und den Platz im Tor der DFB-Auswahl kostete, oder die Patellasehnen-OP im Juli vor dem Start der Bundesliga-Saison stellten den einst als Ausnahmetalent gefeierten Keeper ins Abseits.

Leno hat seinen Stammplatz sicher

Während seine Mannschaft derzeit in der Bundesliga um Punkte kämpft und sich mit dem 19 Jahre alten Leno für das Achtelfinale der Champions League qualifizierte, schuftet Adler im Reha-Zentrum für sein Comeback. Dies wird vor Ablauf seines Vertrages im Juni wohl nicht mehr in Leverkusen stattfinden. Es wird vermutlich bei 138 Punktspiel-Einsätzen für Bayer bleiben. Als Nummer zwei sitzt derweil Fabian Giefer (21) auf der Bank.

"Rene arbeitet hart in der Reha. Man muss sich auch einmal in seine Gefühlslage versetzen. Das Profigeschäft ist teilweise sehr, sehr hart. Wenn er fit ist, gehört er zu den besten Torhütern in Deutschland", meinte Bayer-Coach Robin Dutt. "Aber Bernd Leno war mit der beste Torhüter der Bundesliga-Hinrunde, und dieser Status ist aktuell." Dutt geht von einem Wechsel des gebürtigen Leipzigers erst zum Saisonende aus. Ein Angebot von Bayer über einen Einjahresvertrag lehnte Adler ab, so wie Leverkusen im Oktober einer offensichtlich überhöhten Gehaltsforderung des Torhüters für eine Vertragsverlängerung über 2012 hinaus eine Absage erteilte.

Adlers Karriere am Scheideweg

Vorbei ist vorerst die Zeit, als sich Adler sogar eine Klausel für einen Wechsel zu Manchester United mit einer Ablösesumme von 24 Millionen Euro in den Vertrag schreiben ließ. Noch vor einem Jahr war der Bayer-Keeper auf der Insel als Nachfolger von Edwin van der Sar im Gespräch, der seine Laufbahn im Sommer im Alter von 40 Jahren beendet hatte. Dennoch sah Sportdirektor Rudi Völler die Zukunft seines Torhüters im Bayer-Tor.

Doch die Pläne von Leverkusen und Adler wurden durch diverse Blessuren über den Haufen geworfen. Ohnehin war der Torhüter vom Verletzungspech verfolgt. Schon vor seiner ersten Bundesliga-Saison 2006/07 stand lange Zeit die Fortsetzung seiner Karriere infrage. Adler hatte einen komplizierten Rippenbruch erlitten. Damals musste eine Titanplatte mit vier Schrauben eingesetzt werden. Nunmehr zwickt das Knie. Ein Trainingsversuch auf dem Platz scheiterte am 18. Oktober. Seither herrscht Ungewissheit.

Schalke und HSV angeblich interessiert

Dennoch sollen angeblich Schalke 04 und auch der Hamburger SV Interesse an einer Verpflichtung des ablösefreien Nationalkeepers haben - allerdings an einem gesunden Rene Adler. Der hüllt sich in Schweigen und übt sich zwangsläufig in Geduld.

Quelle: sid

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