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"Vitamin B" wird zum Trend der Liga

01.07.2013, 13:13 Uhr | FUSSBALL.DE

Hertha BSC Neuzugänge Alexander Baumjohann, Trainer Jos Luhukay, Johannes van den Bergh und Sebastian Langkamp. (Quelle: imago\Camera 4)

Hertha BSC Neuzugänge Alexander Baumjohann, Trainer Jos Luhukay, Johannes van den Bergh und Sebastian Langkamp. (Quelle: Camera 4/imago)

Man kennt sich, man schätzt sich - was kann da schon schief gehen? Das dachte man sich offenbar bei Hertha BSC und setzt in der kommenden Saison in großem Stil auf altbewährte Kräfte. Alle vier aktuellen Neuzugänge, Alexander Baumjohann, Johannes van den Bergh, Sebastian Langkamp und Hajime Hosogai sind ehemalige Weggefährten von Trainer Jos Luhukay. Doch nicht nur die Berliner verfolgen das Prinzip "Alte Liebe" - auf gute Beziehungen zurückzugreifen, ist in der Bundesliga gerade mehr denn je im Trend.

"Jos Luhukay war der Hauptgrund für meinen Wechsel. Er kennt mich und weiß, wie er mich anpacken muss", schwärmt Baumjohann im "Kicker". Der heute 26-Jährige blühte zwischen 2007 und 2009 unter dem niederländischen Coach in Mönchengladbach richtig auf. Gleiches gilt für van den Bergh. Langkamp und Hosogai arbeiteten in Augsburg mit Luhukay.

"Ich weiß, dass sie uns fußballerisch helfen und charakterlich passen"

"Jeder Transfer, den wir machen, muss passen", erklärt der Hertha-Trainer, daher habe er "Profis auf dem Zettel, die ich in der Vergangenheit nicht nur als Spieler, sondern auch als Mensch kennengelernt habe - bei ihnen weiß ich, dass sie uns fußballerisch helfen und charakterlich passen." Und die meisten Spieler folgen seinem Ruf. "Ohne ihn hätten wir vermutlich weder Hosogai noch Baumjohann bekommen", lobt Manager MichaelPreetz. Die vier Neuen sind ohnehin nicht die ersten Jünger Luhukays, 2012 wechselten die ehemaligen Gladbacher Peer Kluge und Marcel Ndjeng in die Hauptstadt. Letzterer war sogar schon Luhukays Spieler in Paderborn und Augsburg.

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Auch Hecking und Dutt setzen auf "Vitamin B"

Dass es auch andersherum geht, beweist Raffael, einstiger Musterschüler bei Hertha BSC. Der spielt mittlerweile bei Mönchengladbach, unter seinem früheren Trainer Lucien Favre. Denn auch die Konkurrenz hat das lukrative Prinzip "Vitamin B" längst für sich entdeckt. Dieter Hecking, seit einigen Monaten Trainer des VfL Wolfsburg, gelang es, dass Nürnbergs Abwehrmann Timm Klose von Franken nach Niedersachsen zu lotsen. Wolfsburgs Marco Russ ist bereits zurückgekehrt, nämlich zu seinem alten Trainer Armin Veh nach Frankfurt. Und Bremens neuer Coach Robin Dutt bekam zum Einstand seinen Wunschspieler Cedrick Makiadi, beide kennen und schätzen sich aus gemeinsamen Tagen beim SC Freiburg. Dutt konnte den 29-jährigen Mittelfeldspieler dank seines Insiderwissens an die Weser holen. Ihm war nämlich bekannt, dass Makiadi eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag hatte.

Die Vorteile und Beweggründe des Modells liegen auf der Hand. Das Risiko, dass ein Transfer sich als Flop erweist, soll auf diese Art und Weise minimiert werden. Benötigen manche Neuzugänge durchaus einige Monate zur Eingewöhnung, betreten die bekannten Spieler kein Neuland, was Spielphilosophie, Trainingsweise und -intensität des Übungsleiters betrifft und können im Idealfall sofort durchstarten. Handelt es sich um den ehemaligen Trainer, aber einen neuen Verein, kann der Coach als Bindeglied vermitteln und so die gegebenenfalls nötige Eingewöhnungszeit verkürzen.

Der Erfolg des Modells ist belegt

Erfolgreiche Beispiele aus der Vergangenheit gibt es zur Genüge. Besonders im schwarzgelben Ruhrgebiet versteht man unter dem Slogan "Echte Liebe" oftmals "Alte Liebe": Als Jürgen Klopp 2008 vom FSV Mainz 05 zu Borussia Dortmund kam, brachte er das damals 19-jährige Talent Neven Subotic gleich mit. Auch Oldie Antonio das Silva, früher Spielgestalter in Mainz, erwies sich im BVB-Meisterjahr 2011 als Glücksgriff. Von Mohamed Zidan, Klopps Stürmer beim FSV und beim BVB, munkelte man, dass er einzig unter Ziehvater Klopp seine volle Leistung abrufen könne. Die aktuell letzte Rückholaktion startete der Double-Sieger von 2012 im letzten Winter - damals kehrte Regisseur Nuri Sahin unter Tränen von Real Madrid nach Dortmund zurück.

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Quelle: FUSSBALL.DE

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