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Lust statt Last: Rani Khediras Karriere geht voran

12.11.2012, 14:14 Uhr | FUSSBALL.DE

Stuttgarts Rani Khedira - die Ähnlichkeit zu Bruder Sami Khedira ist unverkennbar.  (Quelle: imago)

Stuttgarts Rani Khedira - die Ähnlichkeit zu Bruder Sami Khedira ist unverkennbar. (Quelle: imago)

Die Sache mit dem Namen begleitet ihn seit der U 13. Khedira. Nicht Sami Khedira. Nein, Rani Khedira. Sieben Jahre liegen zwischen den beiden Brüdern - unter anderem. Sami ist Nationalspieler, er stand im Halbfinale der WM und EM, wurde Deutscher Meister mit dem VfB Stuttgart, spielt für Real Madrid, einen der größten, vielleicht den größten Klub der Welt. Wenn man der jüngere Bruder eines solch bekannten Profis und ebenfalls Fußballer ist, wird genauer hingeschaut. Immer wieder wird verglichen, immer wieder die Frage gestellt, ob der Kleine so gut werden kann wie der Große.

Rani Khedira kennt das Spielchen, er kennt die Mechanismen. Er hat sich daran gewöhnt, obwohl er erst 18 ist. "Ich will mich davon nicht irritieren lassen, es hemmt mich auch nicht", sagt er. Schon vor einigen Monaten hatte er im Interview mit DFB.de betont: "Ich will kein zweiter Sami Khedira werden. Denn auch die beste Kopie bleibt nur eine Kopie." Eine Aussage, die dem brüderlichen Rat folgt, der da hieß: "Ich muss eigene Duftmarken setzen."

Stammspieler in der 3. Liga

Das gelingt Rani Khedira bisher ziemlich gut. Seit dem dritten Platz mit der deutschen U-17-Nationalmannschaft bei der WM im Vorjahr hat seine Karriere richtig Fahrt aufgenommen. In der Winterpause rückte er bei seinem Klub, dem VfB Stuttgart, fest in den Kader der U 23. Längst ist er Stammspieler in der 3. Liga. Von 17 Partien in der laufenden Saison hat Khedira 16 bestritten, einmal musste er wegen einer Schienbeinprellung aussetzen.

Früher im Profitraining als geplant

Vor wenigen Wochen der nächste Schritt: Der Youngster trainiert nun ständig bei den VfB-Profis mit. Eine Maßnahme, die eigentlich erst zur kommenden Saison geplant war. "Er kann jetzt ohne Druck Erfahrungen sammeln", erklärte Manager Fredi Bobic. Zum Drittligateam stößt Khedira nur noch beim Abschlusstraining und bei den Spielen. "Sollte Bedarf sein, rückt Rani bei uns in den Kader", sagt Stuttgarts Cheftrainer Bruno Labbadia, "sollte er stärker sein als die anderen, spielt er auch." Dabei könnte Khedira immer noch in der A-Jugend auflaufen.

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Noch ist er nicht stärker als die Kollegen im Bundesligakader. Noch bekommt er große Augen, wenn er im Trainingsspiel sieht, wie Christian Gentner permanent anspielbar ist oder William Kvist das Mittelfeld organisiert. "Man lernt da Sachen, die man in der 3. Liga nicht lernt", sagt Khedira, ohne abgehoben zu klingen. Er weiß die Zeit und die Einsätze bei der U 23 zu schätzen. "Die 3. Liga ist eine sehr gute Spielklasse für junge Spieler, die an den Profibereich herangeführt werden. Man muss sich jede Woche neu beweisen", verdeutlicht der 18-Jährige.

"Die WM hat Lust auf mehr gemacht"

Den VfB hält Rani Khedira in diesem Zusammenhang für "die perfekte Adresse". Das sieht man am Beispiel seines Bruders, das sah man in der Vergangenheit an den Beispielen Kevin Kuranyi, Andreas Hinkel, Timo Hildebrand oder Philipp Lahm. Derzeit sind es Raphael Holzhauser und Antonio Rüdiger, die zeigen, dass die Tür nach oben offen steht. Nicht von ungefähr, bemerkt Khedira, habe der VfB die beste zweite Mannschaft aller deutschen Profiklubs. Stuttgarts U 23 ist die einzige, die sich in der 3. Liga etabliert hat.

Zwei Spieltage vor Abschluss der Vorrunde sind die Schwaben Elfter mit 22 Punkten aus 17 Partien. Die Abstiegsplätze sind acht Zähler entfernt. Am Samstag (ab 14 Uhr) wartet Alemannia Aachen als nächster Gegner. Mit Rani Khedira im defensiven Mittelfeld.

Erst einmal aber fährt das Stuttgarter Talent zur U-19-Nationalmannschaft. Am Mittwoch (ab 14 Uhr, in Kehl) könnte Rani Khedira gegen Frankreich sein Länderspieldebüt in dieser Altersklasse feiern. Die Qualifikation für die EM 2013 hat er fest im Blick. "Die Weltmeisterschaft hat Lust auf mehr gemacht", sagt Khedira. Man hört und spürt: Da hat einer noch einiges vor. Ganz unabhängig vom großen Namen.

Quelle: FUSSBALL.DE

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